Positiv bekloppt: Sonderlob für Erfurts neuen Engländer
Party nach dem Debüt: Nathan Claxton feierte mit Erfurt den Dreier in Chemnitz. Der Engländer mischt Rot-Weiß Erfurt auf! Nathan Claxton (24) kam im Winter zu den Thüringern und soll in die Rolle des Innenverteidigers wachsen. Beim 4:0-Sieg in Chemnitz gab er endlich sein Debüt – und traf direkt auch das Tor. „Besser geht's nicht, oder?“, sagt er und lacht.
Traumstart mit Premierentor vor Gegnerfans
Er kam nach 26 Minuten für den verletzten Kapitän Til Linus Schwarz, eine Viertelstunde später jubelte der gebürtige Londoner schon über sein Premierentor – und das ausgerechnet direkt vor den Chemnitzer Fans. Claxton grinste hinterher: „Brilliant, oder? Das gab nochmal den Extra-Kick!“ Ende Januar stieß er zur Mannschaft und überzeugte im Probetraining. „Leider hat es dann mit der Spielberechtigung gedauert und er hatte sich im Training leicht verletzt. Deshalb kam er erst jetzt zum Zug“, erklärt sein Trainer Fabian Gerber (46).
Trainer lobt Claxton als Bereicherung fürs Team
Der RWE-Coach hält große Stücke auf seinen 1,94-m-Mann: „Er ist mit seiner lockeren Art eine Bereicherung, eine Erfrischung fürs Team. Nathan ist einfach ein positiv Bekloppter“, bemerkt Gerber. Tatsächlich: Claxton ist um keinen Spruch verlegen – und dankbar für die Chance, die ihm der RWE bietet. „Ich bin hier super aufgenommen worden – von der Mannschaft, aber auch von den Trainern, die sich sehr um meine Entwicklung bemühen“, erklärt er.
Kapitän Schwarz gibt Tipps und lobt starke Leistung
Von Kapitän Schwarz hat er sich noch in der Halbzeitpause ein paar Tipps geholt. „Er hat es überragend gemacht. Er kam rein und traf. Auch das restliche Spiel war stark“, lobt Schwarz. Und er fügt an: „Man hätte denken können, dass er seit drei Jahren schon bei uns spielt.“ Coach Gerber pflichtet dem bei: „Er hat lautstark dirigiert, organisiert, ist kopfballstark und cool an der Kugel.“
Kluger Spielaufbau und vielversprechende Zukunft
Was ihm imponierte: Claxton habe den Ball nicht einfach nur nach vorn geschlagen, sondern klug den Spielaufbau von hinten geleitet. In dieser Form, so Gerber, werde er den Fans noch sehr viel Freude bereiten. Am besten schon am Freitag (19 Uhr) beim Heimspiel des RWE gegen Hertha BSC II. Die positive Energie und das selbstbewusste Auftreten des Engländers könnten sich als Schlüsselfaktor für die kommenden Spiele erweisen.



