Joachim Löw hat sich hinter die Entscheidung von Bundestrainer Julian Nagelsmann gestellt, Manuel Neuer für die bevorstehende Weltmeisterschaft zu nominieren. Der frühere Bundestrainer bezeichnete das Comeback des 40-jährigen Torwarts als absolut richtig. „Natürlich ist Manu eine Persönlichkeit. Ein Trainer entscheidet aufgrund der Qualität, aber natürlich auch, was für eine Dynamik in einer Mannschaft entsteht“, sagte Löw bei der Veranstaltung BILD 100 Sport in Berlin.
Löw betonte, dass Neuer Turniere kenne und über viel Erfahrung verfüge. „Von daher ist das eine sehr, sehr gute Entscheidung“, so der Weltmeister-Coach von 2014. Zugleich äußerte er sich verständnisvoll zur Situation von Oliver Baumann, der nach Neuers Rückkehr zur Nummer zwei degradiert wurde. „Es ist eine schwere Situation für ihn“, sagte Löw, räumte aber ein, dass Baumann „es gut gemacht“ habe.
Vorwürfe gegenüber Nagelsmann wegen angeblich unklarer Kommunikation wies Löw zurück: „Ich denke, dass er intern klar kommuniziert hat.“ Neuer war unter Löw von der WM 2010 bis zur EM 2021 bei jedem großen Turnier die Nummer eins gewesen.
Neben Neuer unterstützte Löw auch die Nominierungen von Antonio Rüdiger und Leroy Sané. Über Rüdiger sagte er: „Der Toni Rüdiger ist schon wirklich ein außergewöhnlicher Verteidiger. Er ist unglaublich schnell, er ist extrem gut im Zweikampf. Er bringt eine unglaubliche Dynamik in eine Mannschaft und kann gegen jeden Stürmer bestehen.“
Bei Sané hofft Löw auf Konstanz: „Ich wünsche mir, dass er das mal konstant zeigt. Wichtig ist bei einem Turnier, dass du das als Spieler mal über fünf, sechs, sieben Spiele zeigst.“ Bemerkenswert: Löw selbst hatte Sané vor der WM 2018 aus dem Kader gestrichen.



