Manuel Neuer beendet Spekulationen: Kein WM-Comeback für den Bayern-Keeper
Die Frage war absehbar, die Antwort eindeutig. Als Manuel Neuer nach dem 2:0-Sieg des FC Bayern gegen RB Leipzig in der Mixed-Zone der Allianz Arena auf eine mögliche Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft angesprochen wurde, grinste der 39-jährige Torhüter nur. „Ja“, sagte er mit einem Schmunzeln, als er gefragt wurde, ob seine Entscheidung in Stein gemeißelt sei. Damit machte der Kapitän der Bayern unmissverständlich klar: Es wird kein Comeback bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada geben. Die Tür für eine WM-Teilnahme ist endgültig geschlossen.
Hainers Worte ändern nichts an Neuers Entschluss
Selbst die jüngsten Äußerungen von Bayern-Präsident Herbert Hainer, der betonte, dass die besten Spieler der Welt beim Turnier spielen sollten, konnten Neuer nicht umstimmen. „Es sind natürlich schöne Worte“, räumte der Torwart ein, fügte aber sofort hinzu: „Gerade er kennt meine Entscheidung. Deshalb schmunzle ich da ein bisschen darüber.“ Diese klare Haltung unterstreicht, dass Neuer seinen Rücktritt vom Rücktritt nicht revidieren wird, trotz der anhaltenden Debatten in der Öffentlichkeit.
Mitgefühl für ter Stegen und Lob für Baumann
Die Diskussion um eine mögliche WM-Rückkehr hatte sich zuletzt wieder intensiviert, nachdem Marc-André ter Stegen, einst Neuers größter Konkurrent im DFB-Tor, am Oberschenkel operiert werden musste. „Das ist auf jeden Fall ganz, ganz hart“, zeigte sich Neuer betroffen. Er drückte ter Stegen die Daumen für eine schnelle Genesung, betonte aber gleichzeitig, dass die Verletzung „sehr bitter jetzt gerade in der Situation“ sei, da die Weltmeisterschaft bevorstehe.
In dieser unsicheren Lage sieht Neuer Oliver Baumann als die aktuelle Nummer eins der Nationalelf. „Er ist jetzt die Nummer eins und macht seinen Job sehr gut“, lobte der Bayern-Keeper den 35-jährigen Hoffenheim-Torhüter. Baumann genießt das Vertrauen von Bundestrainer Julian Nagelsmann und Torwarttrainer Andreas Kronenberg, was Neuer als kleine Empfehlung oder Ritterschlag wertet. Nach dem Spiel gegen Leipzig tauschten sich beide Torhüter in den Katakomben aus, wobei Neuer Baumann „nur das Beste“ wünschte, ohne explizit die WM zu erwähnen.
Nagelsmanns Besuche und die Zukunft des DFB-Tors
Bundestrainer Julian Nagelsmann, der bei den Spielen gegen Hoffenheim und Leipzig auf der VIP-Tribüne der Allianz Arena saß, bleibt somit vor einer schwierigen Entscheidung. Mit ter Stegens Verletzung und Neuers Absage verliert er zwei etablierte Optionen. Neuer betonte jedoch, dass Baumann die derzeitige Lösung sei und sich mit soliden Leistungen empfehle. „Wir haben nach dem Spiel einfach nur miteinander gequatscht“, erzählte Neuer über sein Gespräch mit Baumann, bei dem er trotz der 1:5-Niederlage Hoffenheims dessen Leistungen anerkannte.
Insgesamt zeigt sich Manuel Neuer entschlossen in seiner Haltung: Die WM 2026 wird ohne ihn stattfinden, während Oliver Baumann als neue Stütze im DFB-Tor im Fokus steht. Die Entwicklungen um ter Stegens Verletzung und Baumanns Form werden die Torhüter-Debatte in den kommenden Monaten weiter prägen.



