Nach der überraschenden 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador entbrennt eine heftige Debatte um Torwart Manuel Neuer. Der 40-Jährige, der noch eine letzte WM-Pointe seiner großen Karriere setzen wollte, steht nach einem klaren Fehler im Fokus der Kritik. Doch Neuer selbst weist die Vorwürfe entschieden zurück: „Nee! Auf gar keinen Fall.“
Neuers Fehler beim Gegentor
Ausschlaggebend für die Kritik war eine unsichere Aktion Neuers beim zweiten Gegentor. Der Torwart ließ einen Schuss aus spitzem Winkel unglücklich abprallen, sodass der ecuadorianische Stürmer den Abpraller zum 2:1 verwerten konnte. Experten und Fans fragen sich nun, ob der 40-Jährige noch das Niveau für die Nationalmannschaft hat. Doch Neuer bleibt gelassen: „Ich fühle mich topfit und weiß, was ich kann. So ein Spiel ändert nichts an meiner Einstellung.“
Statistik spricht gegen Neuer
Die Zahlen der aktuellen Saison untermauern die Kritik jedoch: Mit einer Fangquote von nur 68 Prozent liegt Neuer deutlich unter seinem langjährigen Durchschnitt von 78 Prozent. Zudem kassierte er in den letzten fünf Länderspielen zwölf Gegentore – ein Wert, der vor zwei Jahren noch bei fünf Treffern lag. Bundestrainer Julian Nagelsmann hält dennoch an seinem Kapitän fest: „Manuel hat sich über Jahre hinweg bewiesen. Eine Niederlage ist kein Grund, alles infrage zu stellen.“
Reaktionen aus dem Team
Auch die Mitspieler stellen sich hinter Neuer. Abwehrchef Antonio Rüdiger betonte: „Manu ist und bleibt einer der besten Torhüter der Welt. Wir haben als Mannschaft versagt, nicht er allein.“ Dennoch mehren sich die Stimmen, die eine Wachablösung fordern. Der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann äußerte sich kritisch: „Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Reflexe nachlassen. Das ist kein Vorwurf, sondern Realität.“
Ausblick auf die WM
Für Neuer steht viel auf dem Spiel: Mit 40 Jahren möchte er bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko noch einmal angreifen. „Ich habe mir fest vorgenommen, dabei zu sein und zu zeigen, dass ich noch zur Weltspitze gehöre“, sagte er nach der Partie. Die nächsten Testspiele werden zeigen, ob Nagelsmann weiterhin auf den Routinier setzt oder ob ein jüngerer Torwart wie Marc-André ter Stegen oder Alexander Nübel eine Chance erhält. Die Debatte dürfte die Nationalmannschaft noch eine Weile begleiten.



