Leistungseinbruch beim 1. FC Nürnberg: Ramadan als möglicher Grund für Formtief
Nürnbergs Formtief: Ramadan als mögliche Ursache?

Nürnberger Formtief während des Ramadan: Zufall oder kausaler Zusammenhang?

In den vergangenen Wochen bot der 1. FC Nürnberg auf dem Fußballplatz wenig bis gar keine spielerischen Glanzpunkte. Die letzte überzeugende Partie vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:0) sahen die Club-Fans beim Spiel gegen den Karlsruher SC (5:1). Interessanterweise fiel diese starke Leistung direkt vor Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan.

Spieler bestätigen Einfluss des Fastens

Der tiefgläubige Moslem Adam Markhiev, der im Nordkaukasus geboren wurde und mittlerweile 24 Jahre alt ist, sieht einen klaren Zusammenhang zwischen dem Ramadan und dem Leistungseinbruch seines Teams: „Im letzten Monat haben einige bei uns wegen des Ramadans gefastet. Wir haben tagsüber nichts gegessen und nichts getrunken. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Spielen wieder unsere Leistung zeigen können. Auch jetzt bin ich noch nicht bei vollen 100 Prozent. Hoffentlich wird es in den nächsten Partien noch besser.“

Neben Markhiev mussten auch die Spieler Zoma, Mabolou, Yilmaz und Chaikhoun ihre Belastungen während des Fastenmonats anpassen. Für das Trainerteam um Miroslav Klose stellte diese Situation eine besondere Herausforderung dar.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Trainerteam zeigt Verständnis und Rücksicht

Miroslav Klose, der 47-jährige Trainer des Clubs, äußerte sich verständnisvoll über die vergangenen Wochen: „Wir haben ganz bewusst Rücksicht genommen, weil jeder mit Essen so ein wenig anders ist. So haben einige Spieler nicht mit uns gegessen, sondern sind in einen anderen Raum gegangen, weil sie ja nur nachts essen. Sie hatten Ruheräume, wo sie sich auch mal eine Stunde hinlegen konnten. Man hat den Ramadan den Spielern schon angesehen, ein wenig waren ihre Gesichter eingefallen.“

Der Fastenmonat endete am vergangenen Donnerstag mit dem Zuckerfest, dem Fest des Fastenbrechens, das von Muslimen auf der ganzen Welt gefeiert wird. Und tatsächlich zeigte der 1. FC Nürnberg am darauffolgenden Samstag eine deutliche Leistungssteigerung und fegte den 1. FC Kaiserslautern mit einem überzeugenden 3:0-Sieg aus dem Stadion.

Leistungssprung nach Ende des Ramadan

Die zeitliche Abfolge der Ereignisse wirft Fragen auf: War das Formtief des Clubs tatsächlich auf den Ramadan zurückzuführen? Oder handelte es sich lediglich um einen zufälligen Leistungseinbruch, der sich mit dem Ende des Fastenmonats wieder normalisierte?

Fakt ist, dass mehrere muslimische Spieler des Teams während des Ramadan fasteten und dies nach eigener Aussage ihre körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigte. Die Rücksichtnahme des Trainerteams und die speziellen Maßnahmen wie separate Essensräume und Ruhezonen zeigen, dass der Verein die religiösen Bedürfnisse seiner Spieler ernst nimmt.

Mit dem Ende des Fastenmonats und dem anschließenden Heimsieg gegen Kaiserslautern scheint der Club nun wieder auf dem Weg zur alten Stärke zu sein. Ob dieser Leistungssprung dauerhaft ist oder ob die Auswirkungen des Ramadan noch nachwirken, werden die kommenden Spiele zeigen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration