Solidaritätskundgebung in Hamburg: Prominente Unterstützung für Collien Fernandes
Die Hansestadt Hamburg zeigt sich solidarisch mit Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes. Am kommenden Donnerstag werden tausende Menschen auf dem Rathausmarkt in der Hamburger Innenstadt erwartet, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren. Die Veranstaltung beginnt um 17:30 Uhr und verspricht, lautstark und sichtbar zu werden.
Hamburger Wurzeln und prominente Unterstützerinnen
Collien Fernandes wurde in Hamburg geboren und lebte lange Zeit an der Elbe, was die Verbindung zur Stadt besonders macht. Eine der prominentesten Unterstützerinnen der Demonstration ist die Hamburger Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Bereits am vergangenen Sonntag demonstrierten rund 2500 Menschen in Berlin, wo Neubauer ebenfalls präsent war.
Organisiert wird die Hamburger Demo von der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Annika Urbanski. Auf Instagram schrieb sie: „Es reicht! Die Scham muss die Seite wechseln. Viele von uns fühlen seit Donnerstag das Gleiche: Wut. Fassungslosigkeit. Ohnmacht. Und gleichzeitig dieses starke Bedürfnis: Wir müssen etwas tun.“ Urbanski betont die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns: „Eine von uns hat den Mut gehabt, laut zu werden. Jetzt sind wir dran. Lasst uns gemeinsam zeigen, dass niemand alleine ist.“
Politische Forderungen und rechtlicher Hintergrund
Die politische Botschaft der Demonstration ist klar: Der Schutz für Betroffene sexualisierter Gewalt in Deutschland wird als unzureichend kritisiert. Die Organisatoren fordern mehr Schutz, klare Gesetze und echte Konsequenzen – sowohl online als auch offline.
Anlass der Proteste sind die schweren Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann, Schauspieler Christian Ulmen. Fernandes zeigte Ulmen am 2. Dezember 2025 in Spanien an – unter anderem wegen Beleidigung, Bedrohung und der Erstellung manipulierter Pornobilder. In der „Tagesschau“ sagte sie: „Ich habe das Gefühl, dass von vielen noch nicht so richtig begriffen wurde, dass digitale Gewalt reale Gewalt ist.“
Reaktionen und rechtliche Schritte
Christian Ulmen hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, auch nicht auf mehrfache Anfragen. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Schertz bezeichnete große Teile der Berichterstattung als „unzulässige Verdachtsberichterstattung“ und warf vor, „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ zu verbreiten.
Die Ermittlungen gegen Christian Ulmen laufen derzeit in Spanien. Die Hamburger Demonstration ist Teil einer wachsenden Bewegung, die auf die Dringlichkeit des Themas sexualisierte Gewalt aufmerksam machen will – besonders im digitalen Raum.



