Champions-League-Halbfinale: Olise im Fokus
Der Abend der Abende naht: Das Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern München und Paris Saint-Germain steht an. Nach dem spektakulären 5:4 für PSG im Hinspiel ist die Spannung greifbar. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht dabei aktuell vor allem ein Spieler, der sich in dieser Saison zu einem der formstärksten Offensivakteure Europas entwickelt hat: Michael Olise. Der Offensivspieler bestätigte seine starke Form auch am vergangenen Samstag, als er im Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Heidenheim den Treffer zum 3:3 erzielte und damit einmal mehr seinen Einfluss auf entscheidende Spiele unter Beweis stellte.
Undankbarer Job: Gegenspieler von Olise
Der 21 Jahre alte Außenverteidiger Hennes Behrens vom 1. FC Heidenheim, aktuell von der TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen, stand beim spektakulären 3:3 in München direkt im Fokus des Geschehens im Duell mit Olise. Nur wenige Tage vor dem Königsklassen-Halbfinale erlebte er dabei, wie schwierig es ist, den Franzosen zu kontrollieren. „Nach dem Spiel war ich schon frustriert, weil ich das Gefühl hatte, kaum etwas ausrichten zu können“, sagt Behrens im Gespräch mit SPORT1. „Ich habe alles versucht, um zu verhindern, dass er an mir vorbeikommt. Ich bin in die Zweikämpfe gegangen, habe auf den Ball spekuliert – aber es war extrem schwer. So etwas habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt.“
Besonders das direkte Duell blieb ihm im Gedächtnis. „Im Eins-gegen-eins war Olise so stark, dass ich kaum eine Chance hatte.“ Dennoch herrschte nicht nur Frust: „Trotzdem habe ich von meinen Mitspielern Lob bekommen. Es war ein cooles Erlebnis – auch wenn es gemischte Gefühle waren.“ Warum Olise derzeit so schwer zu verteidigen ist, beschreibt Behrens sehr konkret: „Er kann wirklich alles und hat ein brutales Timing – wann er die Linie entlanggeht und wann er in die Mitte zieht. Er wartet, bis der Verteidiger eine kleine Bewegung macht, erkennt das sofort und nutzt es eiskalt aus.“ Auch abseits des Spiels blieb kaum Raum für Austausch. „Ich rede während des Spiels eigentlich gerne mal, aber gegen ihn war das nicht möglich. Es war einfach zu intensiv.“ Und mit einem kurzen Lächeln ergänzt er: „Ich glaube, er ist ein sehr netter Typ. Nach dem Spiel war er aber genauso schnell weg, wie er auf dem Platz ist.“
Alle Bayern-Fans werden die Daumen drücken, dass Olises heutige Gegenspieler genauso überwältigt werden.



