Ex-Bundesliga-Star schwört auf ungewöhnliche Regenerationsmethode
Das Bild, das Lois Openda auf Instagram teilte, lässt viele Fußballfans zweimal hinschauen. Der ehemalige RB Leipzig Stürmer, der seit vergangenem Sommer bei Juventus Turin unter Vertrag steht, zeigt sich bei einer sogenannten Schröpftherapie. Auf dem Behandlungstisch liegen bei dem 26-jährigen Belgier zahlreiche glockenförmige Gefäße aus Glas und Holz verteilt, die an der Spitze brennen.
Schmerzhafte Prozedur mit therapeutischem Nutzen
Was auf den ersten Blick schmerzhaft aussieht, soll laut Experten die Regeneration bei Muskelverhärtungen deutlich beschleunigen. Bei der traditionellen Methode werden die Gefäße auf die Haut gesetzt, wodurch ein Unterdruck entsteht. Dies soll die Durchblutung fördern und Verspannungen lösen. Typischerweise bleiben nach der Behandlung deutliche Blutergüsse sichtbar, die jedoch nach einigen Tagen wieder verschwinden.
Openda lässt sich bei Rayane von der Firma „AKHIJAMA“ behandeln, einem spezialisierten Anbieter aus Belgien. Interessanterweise sind auch andere Bundesliga-Stars wie Ramy Bensebaini (30) und Serhou Guirassy (29) von Borussia Dortmund Stammgäste bei diesen Experten. Dies deutet darauf hin, dass die Methode im Profifußball zunehmend Anerkennung findet.
Sportliche Situation bei Juventus Turin
Sportlich befindet sich Openda derzeit in einer schwierigen Phase. Seit seinem Wechsel zu Juventus im vergangenen Sommer wartet der Angreifer noch auf seinen Durchbruch bei den Italienern. In 33 Pflichtspielen gelangen ihm bislang lediglich zwei Treffer, was für einen Stürmer seiner Qualität enttäuschend ist.
Die Vereinsführung von Juventus hat nach Informationen der BILD-Zeitung keine sportliche Verwendung mehr für den Belgier und möchte ihn im Sommer unbedingt wieder loswerden. Dennoch steht der Klub vor einer besonderen vertraglichen Verpflichtung.
Kaufzwang trotz sportlicher Probleme
Juventus Turin wird Openda nach aktuellen Informationen im Sommer sogar kaufen müssen – und das für die stattliche Summe von 40 Millionen Euro. Grund dafür ist eine spezielle Klausel im Leihvertrag, die besagt, dass die Leihe automatisch in einen festen Kauf mündet, sollten die Italiener die Saison mindestens auf Tabellenplatz 10 abschließen.
Mit dem aktuellen sechsten Platz in der Serie A und einem komfortablen Vorsprung von 13 Punkten auf den elften Rang ist diese Bedingung praktisch bereits erfüllt. Damit wird Juventus gezwungen sein, den Transfer zu vollziehen, obwohl der Spieler sportlich nicht den Erwartungen entsprochen hat.
Zukunftsperspektiven und Rückblick auf RB Leipzig
Nach dem erzwungenen Kauf plant Juventus, Openda direkt weiterzuverkaufen. Als mögliche Ziele werden die englische Premier League oder Vereine aus Saudi-Arabien gehandelt. Auch vom italienischen Ligakonkurrenten Bologna wurde zuletzt Interesse signalisiert.
Damit schließt sich endgültig das Kapitel Openda und RB Leipzig. Für den Bundesligisten erweist sich der Transfer im Nachhinein als äußerst vorteilhaft. Sportvorstand Marcel Schäfer (41) hatte einen sehr gut verhandelten Deal abgeschlossen, der den Verein trotz eines laufenden Vertrags bis Sommer 2028 in eine komfortable Position bringt.
Die ungewöhnliche Schröpftherapie könnte für Openda ein Weg sein, seine sportliche Form zu verbessern und sich für einen möglichen Wechsel im Sommer fit zu machen. Ob die traditionelle Behandlungsmethode tatsächlich den gewünschten Effekt erzielt, bleibt abzuwarten.



