Der VfL Osnabrück ist zurück in der Zweiten Liga. Nach zwei Jahren Drittklassigkeit steht der Aufstieg der Niedersachsen bereits am drittletzten Spieltag fest. Grund dafür ist die deutliche Niederlage des Konkurrenten Rot-Weiss Essen beim VfB Stuttgart II mit 1:6 (0:2).
Beeindruckende Saison der Osnabrücker
Mit dem Aufstieg krönen die Lila-Weißen eine starke Saison. Vor der Spielzeit hatte kaum jemand den VfL als Aufstiegskandidaten gesehen, nachdem man in der Vorsaison nur knapp den Abstieg in die Regionalliga verhindert hatte. Nun ist der Aufstieg perfekt, und die verbleibenden Spiele gegen Wehen Wiesbaden, Ulm und Stuttgart II sind bedeutungslos.
Trainer Timo Schultz als Glücksgriff
Trainer Timo Schultz, der zuvor den FC St. Pauli und den 1. FC Köln coachte, formte schnell eine stabile Einheit. Schon bei seiner Vorstellung zeigte er sich ambitioniert: „Ich werde hier nicht als Trainer antreten, um zwei Jahre Dritte Liga zu verwalten.“ Zusammen mit Sportdirektor Joe Enochs stellte er ein Team zusammen, das nach der Winterpause Kurs auf die Zweite Liga nahm.
Die Defensive entwickelte sich zum Prunkstück: Mit nur 28 Gegentreffern hat Osnabrück die mit Abstand beste Abwehr der Liga. Torwart Lukas Jonsson blieb 19 Mal ohne Gegentor. Zudem zeigte sich der VfL in Spitzenspielen nervenstark, etwa gegen Energie Cottbus (zwei Siege) und Rot-Weiss Essen (ein Remis, ein Sieg).
Herausforderungen für die Zweite Liga
Für die Zweite Liga müssen die Verantwortlichen den Kader verstärken, um einen direkten Wiederabstieg zu vermeiden. Fraglich ist, ob Leistungsträger wie Jonsson, Lars Kehl oder Ismail Badjie gehalten werden können. An Badjie, einem schnellen Offensivspieler, sollen bereits Erstligisten wie Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen interessiert sein.



