Champions League: Palhinhas Albtraum bei Tottenham - Verletzung nach Kopfstoß
Der Abend im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League entwickelte sich für Joao Palhinha zu einem kompletten Albtraum. Die Leihgabe des FC Bayern erlebte mit Tottenham Hotspur bei Atlético Madrid eine schmerzhafte 2:5-Niederlage, die durch eine persönliche Verletzungskatastrophe noch verschlimmert wurde.
Demütigung in Madrid und dramatischer Zusammenstoß
Bereits nach einer Viertelstunde stand das Spiel für Tottenham mit 0:3 praktisch entschieden. Coach Igor Tudor musste seinen völlig verunsicherten Torhüter Antonín Kinsky bereits in der 17. Minute auswechseln. Palhinha, der zunächst nur von der Ersatzbank aus zuschauen konnte, kam erst in der 68. Minute beim hoffnungslosen Stand von 1:5 ins Spiel.
Doch das Schlimmste sollte noch kommen: In der 96. Minute setzte Palhinha zu einer Balleroberung an, als er seinen Teamkollegen Cristian Romero übersah. Die beiden Spieler prallten mit ihren Köpfen ungebremst zusammen und blieben regungslos am Boden liegen. Nach mehreren Minuten Behandlung konnte Romero weitermachen, doch Palhinha musste von einem Betreuer in die Kabine geführt werden.
Gehirnerschütterung und zehn Tottenham-Spieler
Da Tottenham bereits alle Auswechslungen aufgebraucht hatte, musste das Team die letzten Minuten der Partie mit nur zehn Spielern bestreiten. Nach ersten medizinischen Berichten hat sich der 30-jährige Portugiese eine Gehirnerschütterung zugezogen. Der defensive Mittelfeldspieler, der bis Saisonende vom FC Bayern nach London verliehen ist, erlebte somit einen Abend, den er so schnell nicht vergessen wird.
Trainer Tudor: "Ein Abbild unserer aktuellen Situation"
Tottenham-Coach Igor Tudor kommentierte die dramatische Szene bei der anschließenden Pressekonferierung mit deutlichen Worten: "Das ist ein Abbild unserer aktuellen Situation. Unfassbar. Es sieht so aus, als würde alles gegen uns laufen." Die Worte des Trainers spiegeln die verzweifelte Lage des Teams wider, das nicht nur eine schwere Niederlage hinnehmen musste, sondern auch noch einen wichtigen Spieler verlor.
Palhinha, der in der aussichtslosen Spielsituation ohnehin keine Akzente mehr setzen konnte, muss nun eine ungewisse Zeit pausieren. Die Gehirnerschütterung erfordert eine sorgfältige medizinische Behandlung und ausreichend Erholungszeit, was Tottenhams ohnehin angespannte Personalsituation weiter verschärft.



