Dramatische Aufholjagd: Penzliner SV rettet Punkt in den Schlussminuten
In einem atemberaubenden Verbandsliga-Spiel hat der Penzliner SV am 17. Spieltag der höchsten Spielklasse des Landes einen Punkt gegen den MSV Pampow erkämpft. Nach einem katastrophalen Start und einem 0:2-Rückstand zur Pause gelang den Penzlern in den letzten Spielminuten noch der Ausgleich zum 3:3-Endstand.
Blitzstart der Gäste wirft Marschroute über den Haufen
Für Penzlins Trainer Alexander Migeod, der zur Winterpause das Amt von Henry Stamm übernommen hatte, begann die Partie denkbar schlecht. „In den letzten Wochen haben wir versucht, die Defensive zu stabilisieren. Das ist uns zu Beginn des Spiels mit beiden Gegentoren nach zehn Minuten leider nicht gelungen“, analysierte der 47-Jährige nach dem Spiel.
Die Pampower Spieler Yamen Hassoub (5. Minute) und Johannes Ernst (10. Minute) nutzten frühe Schwächen der Penzliner Abwehr und brachten ihre Mannschaft mit zwei schnellen Treffern in Führung. Auch in der restlichen ersten Halbzeit dominierten die Westmecklenburger das Spielgeschehen, während der Penzliner SV Probleme hatte, konstruktive Angriffe aufzuziehen.
Wendepunkt nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel zeigte die Mannschaft von Alexander Migeod ein völlig verändertes Gesicht. Ein Ruck ging durch die Elf, die nun mutiger nach vorne spielte. Der verdiente Anschlusstreffer fiel in der 55. Minute: Nach einer flüssigen Kombination über mehrere Stationen vollendete Max Lucas Schwenn mit einem präzisen Schuss ins lange Eck zum 1:2.
Doch die Freude währte nur kurz, denn Yamen Hassoub erzielte in der 65. Minute sein zweites Tor des Tages und stellte mit dem 1:3 scheinbar die Weichen auf Sieg für die Gäste. „Auch nach diesem Gegenschlag ist die Mannschaft nicht zusammengebrochen“, lobte Trainer Migeod die Moral seiner Spieler.
Dramatische Schlussphase beschert Punktgewinn
In den letzten Minuten der Partie zeigte der Penzliner SV noch einmal alle kämpferischen Qualitäten. Der eingewechselte Joaquim Alejandro Gomez brachte die Gastgeber in der 88. Minute mit dem 2:3 wieder auf Schlagdistanz. Nur zwei Minuten später sorgte William Tews mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3 bei den 70 anwesenden Fans für ausgelassene Jubelszenen.
Noch in der Nachspielzeit besaß die Migeod-Elf mehrere gute Gelegenheiten, den Siegtreffer zu erzielen und die Gäste mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Das 3:3-Remis blieb jedoch der Endstand einer emotionalen Partie.
Der Penzliner SV spielte mit folgender Aufstellung:
- Tim Lenker (Tor)
- Michael Kaul
- Dennis Ahrndt
- Oliver Kowal
- Max Lucas Schwenn (67. Joaquin Alejandro Gomez)
- Dennis Mayer
- Anton Funk (46. Christoph Lukesch)
- Alexander Lukesch
- Robin Kuchenbecker (62. Jeffrey Grapentin)
- Moritz Horn
- William Tews
Für Trainer Alexander Migeod war das Remis nach dem Spielverlauf ein Erfolg: „Nach den 90 Minuten werte ich das Remis auch wie einen Sieg. Jetzt müssen wir nächste Woche die Punkte zu Hause gegen den Rostocker FC holen, die wir heute liegen gelassen haben“, blickte der Coach bereits auf das nächste Spiel voraus. Mit dem erkämpften Punkt verbesserten sich die Penzliner, die mit nun 16 Punkten auf Platz elf der Tabelle stehen, in der Verbandsliga.



