Der ehemalige spanische Fußball-Weltmeister Gerard Piqué ist nach einem Schiedsrichter-Eklat hart bestraft worden. Wie der nationale Verband RFEF am Mittwoch in seinem Urteil mitteilte, wurde der einstige Starverteidiger des FC Barcelona und heutige Besitzer des spanischen Zweitligisten FC Andorra für sechs Partien gesperrt. Zudem erhielt der 39-Jährige eine zweimonatige Funktionssperre.
Hintergrund des Eklats
Laut des Spielberichts von Schiedsrichter Alonso de Ena Wolf hatte Piqué bei der 0:1-Niederlage am vergangenen Freitag gegen Albacete Balompié den Unparteiischen und weitere Offizielle sowohl in der Halbzeit als auch nach Spielende verbal attackiert und bedroht. Das Disziplinarkomitee der RFEF wertete das Verhalten als „leichte Gewalt gegen die Schiedsrichter“.
Laut de Ena Wolf soll Piqué unter anderem gesagt haben: „Geht lieber mit Eskorte raus, damit euch nichts passiert“ sowie „In einem anderen Land würde man euch fertigmachen, aber hier in Andorra sind wir ein zivilisiertes Land“.
Weitere Sanktionen
Neben Piqué wurden auch weitere Verantwortliche des Klubs sanktioniert. Darüber hinaus muss der Tabellenzehnte der Segunda División eine Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro zahlen, VIP- und Logenbereich des Stadions werden dazu vorerst geschlossen.
Piqués Karriere
Piqué hatte in seiner Karriere 535 Pflichtspiele für Barcelona sowie 102 Länderspiele für Spanien bestritten. Der frühere Innenverteidiger wurde Welt- (2010) und Europameister (2012) und gewann unter anderem neun spanische Meisterschaften sowie viermal die Champions League. 2022 beendete er seine aktive Karriere.



