Podolski fliegt nach nur 120 Sekunden vom Platz: Unrühmlicher Rekord für den Weltmeister
Ein denkwürdiger und zugleich bitterer Kurzeinsatz für Lukas Podolski: Der Fußball-Weltmeister von 2014 erlebte beim 3:1-Sieg seines Clubs Górnik Zabrze gegen Rakow Czestochowa in der polnischen Ekstraklasa einen denkbar kurzen Auftritt. Nachdem der 40-jährige Stürmer bis zur 90. Minute auf der Bank hatte warten müssen, wurde er eingewechselt - doch nur zwei Minuten später sah er bereits die Rote Karte.
Die Eskalation auf dem Rasen von Zabrze
Was genau führte zu diesem spektakulären Platzverweis? Direkt nach seiner Einwechslung geriet Podolski in ein Duell mit den Rakow-Spielern Stratos Svarnas und Michael Ameyaw. In diesem Zweikampf attackierte Ameyaw den 130-fachen deutschen Nationalspieler und traf ihn dabei schmerzhaft im Gesichtbereich. Podolski ging daraufhin zu Boden.
Als Ameyaw wenige Sekunden später an ihm vorbeilief und ihn mit dem Arm an der Brust berührte, war für Podolski das Maß offenbar voll. Der erfahrene Stürmer ließ sich zu einer unüberlegten Reaktion hinreißen: Als direkte Revanche boxte er seinem Kontrahenten mit voller Wucht in den Bauch. Schiedsrichter Pawel Raczkowski hatte keine andere Wahl und zeigte Podolski umgehend die Rote Karte.
Eine seltene und unrühmliche Premiere
Für Lukas Podolski markiert dieser Vorfall einen unschönen Rekord in seiner langen und erfolgreichen Karriere. Es handelte sich erst um den dritten Platzverweis überhaupt in seiner gesamten Profilaufbahn. Die beiden vorherigen Roten Karten erhielt er deutlich früher: am 10. März 2012 beim 1. FC Köln im Spiel gegen Hertha BSC sowie am 1. September 2018 beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe.
Besonders bitter: Podolski musste bis zur Schlussphase des Spiels auf seinen Einsatz warten, nur um dann nach kaum mehr als zwei Minuten wieder des Feldes verwiesen zu werden. Eine unrühmliche Premiere für den erfahrenen Fußballprofi, der normalerweise für seine positive Ausstrahlung bekannt ist.
Sportliche Perspektiven und Konsequenzen
Ohnehin spielt Podolski bei Górnik Zabrze, das als Tabellenvierter noch im Meisterschaftsrennen mitmischt, aktuell nur eine untergeordnete Rolle. Sein Vertrag läuft zum Ende der Saison aus, und bisher bestritt er lediglich zwölf Ligaspiele für den Club aus der Nähe seiner Geburtsstadt Gleiwitz. In den meisten Fällen kam er dabei nur zu Kurzeinsätzen.
Nun drohen dem 40-Jährigen zusätzliche Konsequenzen: Eine Sperre wegen der Tätlichkeit ist sehr wahrscheinlich, was seine ohnehin begrenzte Spielzeit weiter reduzieren würde. Dieser Vorfall könnte somit das vorzeitige Ende seiner aktiven Karriere beschleunigen, obwohl Podolski eigentlich noch bis Saisonende für seinen Club zur Verfügung stehen wollte.
Die Szene wird sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben - sowohl bei Podolski selbst als auch bei den Fans, die einen solchen Ausrutscher von dem sonst so beliebten Fußballer nicht erwartet hätten.



