Neustrelitz verpasst Pokal-Sensation in dramatischer Verlängerung
Im Neustrelitzer Parkstadion blieb am Ende die große Überraschung aus, doch die TSG Neustrelitz lieferte dem höherklassigen Greifswalder FC einen denkwürdigen Kampf. Vor rund 820 Zuschauern musste sich der Oberligist im Viertelfinale des MV-Landespokals mit 1:3 (1:0, 0:0) nach einer packenden Verlängerung geschlagen geben. Während die GFC-Fußballer am Ende jubelten, lagen die Neustrelitzer enttäuscht auf dem Rasen.
Kompakte Defensive über weite Strecken erfolgreich
Über die reguläre Spielzeit von 90 Minuten zeigte die TSG Neustrelitz eine bemerkenswerte defensive Disziplin. Ohne den gesperrten Toptorjäger Manuel Härtel spielten die Hausherren aus einer kompakten Formation heraus und ließen dem Regionalligisten kaum gefährliche Möglichkeiten. Die größte Chance der Greifswalder hatte Rudolf Ndualu in der 68. Minute, doch TSG-Torwart Elias Höftmann zeigte eine starke Reaktion und verhinderte das Tor.
Auf der anderen Seite war es Younes Laribi, der beinahe den entscheidenden Treffer für Neustrelitz erzielt hätte. Nur acht Minuten vor dem Abpfiff schoss der Spieler den Ball an die Latte des Greifswalder Tores – ein Moment, der das gesamte Parkstadion den Atem anhalten ließ.
Führung in der Verlängerung hält nur kurz
In der Verlängerung befreiten sich die Neustrelitzer dann vom Druck der Gäste und gingen sogar in Führung. Nach einem Eckball in der 105. Minute leitete Justus Guth den Ball per Kopf weiter zu Kapitän Nils Röth, der zum 1:0 für die Hausherren traf. Die Freude im Neustrelitzer Lager war jedoch nur von kurzer Dauer.
Bereits drei Minuten später gelang Grace Bokake der Ausgleich zum 1:1 für den Greifswalder FC. Nur zwei weitere Minuten später traf der ehemalige Torgelower Jean-Luca Beck per Kopf zum 2:1 für die Gäste. Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 119. Minute, als David Vogt mit dem 3:1 die TSG Neustrelitz aus dem Landespokal schoss.
Trainer Franke bedauert Ausgang des Spiels
„Der Ausgang ist natürlich schade. Wir haben es lange Zeit gut verteidigt, aber nicht bis zum Ende“, resümierte TSG-Trainer Thomas Franke nach dem Spiel. Die Mannschaft zeigte über weite Strecken eine starke Leistung gegen den höherklassigen Gegner, konnte den hart erkämpften Vorsprung in der Verlängerung jedoch nicht über die Zeit retten.
Die Aufstellungen im Überblick:
- TSG Neustrelitz: Höftmann – Gäbel, Ziegler, Bastin, Guth – Kruse (91. Schreiber), Inderwisch, Frühauf (68. Laribi), Müller (68. Akogo) – Sfishta (42. Kmetjuks/101. Röth), Höfer
- Greifswalder FC: Jakubov – Farr, Eder (91. Eglseder), Kaizer, Tomety-Hemazro – Ndualu (100. Beck), Wagner, Vogt, Lämmel, Bokake – Daedlow (78. Memaj)
Das Spiel fand am 29. März 2026 statt und wurde von Matthias Schütt begleitet. Trotz der Niederlage bleibt die Leistung der TSG Neustrelitz gegen den Regionalligisten in Erinnerung – drei Minuten lang durfte der Oberligist von der Pokal-Überraschung träumen, bevor das Aus in der Verlängerung kam.



