Gladbach-Coach Polanski: Karnevals-Verzicht für den Kampf um den Klassenerhalt
Polanski streicht Karneval für Abstiegskampf

Gladbach-Coach Polanski opfert Karneval für den Kampf um den Klassenerhalt

Eigentlich ist Eugen Polanski (39) ein großer Freund des jecken Treibens. Doch als Chefcoach von Borussia Mönchengladbach hat der Trainer aktuell ganz andere Prioritäten. Für die Rettung der Borussia im Abstiegskampf streicht Polanski sogar den Karneval, den er persönlich sehr schätzt und normalerweise gerne feiert.

Handy voller Karnevalsfotos während der Krise

Im Moment hasst es Polanski geradezu, auf sein Mobiltelefon zu schauen. Ständig erreichen ihn Fotos und Videos von Freunden, die fröhlich Karneval feiern und ihn fragen, wann er endlich wieder dazu stoßen wird. „Ich musste jetzt schon den ein oder anderen Freund wegen der ganzen Fotos blockieren“, gesteht der Gladbach-Coach. Doch in der aktuellen Situation hat er für solche Ablenkungen keinen Kopf.

Nach fünf Spielen ohne Sieg ist sein Team vor dem wegweisenden Auswärtsspiel am Samstag in Frankfurt bedrohlich nahe an die Abstiegsränge gerückt. Der Relegationsplatz 16 ist nur noch drei Punkte entfernt, auch der Tabellensiebzehnte St. Pauli hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Borussia.

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Keine Karnevalsprämie für Frankfurt-Spiel

Auf die Frage, ob er seinen Profis für einen Dreier in Frankfurt einen freien Tag gewähren würde, damit diese sich in Düsseldorf oder Mönchengladbach karnevalistisch vom Abstiegskampf ablenken könnten, reagiert Polanski knallhart. „Für meine Mannschaft muss der Blick auf die Tabelle und unsere eigene Leistung genug Ansporn sein“, erklärt der Trainer entschieden. „Da muss ich nicht mit Karnevals-Motivation kommen.“

Der 39-Jährige betont zwar seine grundsätzliche Zuneigung zum Karneval, stellt aber klar: „Ich bin tatsächlich eigentlich ein sehr großer Freund vom Karneval. Aber in der aktuellen Situation geht der Fokus voll und ganz auf unser sportliches Ziel.“

Schröder fordert mutigen Auftritt in Frankfurt

Auch Sportchef Rouven Schröder (50), der lange in der Fassnacht-Hochburg Mainz gearbeitet hat, unterstützt diese klare Linie. „Wir müssen jetzt erstmal den Weg weitergehen, den wir beim 1:1 gegen Leverkusen eingeschlagen haben“, fordert Schröder. Der Sportdirektor möchte von der Mannschaft Selbstvertrauen und mutiges Auftreten sehen.

Die Ausgangslage für das Spiel in Frankfurt ist dabei durchaus vielversprechend. Die Eintracht hat seit dem spektakulären 6:4 im Hinspiel im Borussia-Park sogar noch einen Punkt weniger geholt als der VfL und weist einen deutlich höheren Gegentorschnitt auf. Polanski analysiert: „Sie sind weiter ein Top-Team, aber sie haben Probleme und kassieren zu viele Tore - natürlich setzen wir da an!“

Die Borussia-Profis müssen also in Frankfurt zeigen, dass sie die Schwächen der Eintracht konsequent ausnutzen können. Für Polanski und seine Mannschaft steht dabei fest: Erst der sportliche Erfolg, dann das jecke Treiben. Der Karneval muss in dieser entscheidenden Phase der Saison warten, auch wenn es dem Trainer persönlich schwerfällt.

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