Eine Ära geht zu Ende: Alexandra Popp verlässt den VfL Wolfsburg
Eine der prägendsten Figuren des deutschen Frauenfußballs beendet ihre lange Vereinszugehörigkeit. Alexandra Popp (34) hat am Samstagmorgen in einem bewegenden Video auf ihrem Instagram-Profil mitgeteilt, dass sie den VfL Wolfsburg nach insgesamt 14 Jahren im Sommer verlassen wird. Die Stürmerin, die mit 218.000 Followern eine der bekanntesten deutschen Fußballerinnen ist, verkündete diese Entscheidung mit sichtlicher Emotion.
Emotionale Verkündung auf Social Media
In dem Video, das Popp offenbar in ihren privaten Räumlichkeiten aufgenommen hat, richtet sie sich direkt an die VfL-Familie: „Liebe VfL-Familie, liebe Fans: nach 14 Jahren VfL Wolfsburg, großen Überlegungen und großen Gefühlen meines Bauches ist die Entscheidung gefallen: Ich werde meinen Vertrag beim VfL Wolfsburg im Sommer nicht verlängern.“ Die Fußballerin bedankte sich ausführlich bei den Verantwortlichen des Vereins, ihren Mitspielerinnen, dem gesamten Staff-Team und insbesondere den treuen Fans.
Zu ihrem Abschiedsposting schrieb Popp weiter: „Danke @vfl.wolfsburg.frauen 💚🤍 Danke @vfl.wolfsburg Danke @ VfL Fans 💪🏻 ABER ‼️ Wir haben noch etwas vor diese Saison 🔥 also lasst uns die letzten Monate ZUSAMMEN genießen 🥰.“ Das Video zeigt neben der Spielerin auch ihre beeindruckende Trophäensammlung, darunter die Torjäger-Kanone.
Eine beispiellose Erfolgsgeschichte
Alexandra Popps Zeit beim VfL Wolfsburg war von außergewöhnlichem Erfolg geprägt. Während ihrer 14-jährigen Vereinszugehörigkeit gewann sie mit den Wölfinnen zweimal die begehrte Champions League, sieben deutsche Meisterschaften und insgesamt elfmal den DFB-Pokal. Diese Bilanz macht sie zu einer der erfolgreichsten deutschen Fußballspielerinnen aller Zeiten und zu einer wahren Legende des Vereins.
Die Zukunft bleibt ungewiss
Die Frage nach Popps sportlicher Zukunft ist derzeit noch vollkommen offen. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Wechsel von Ralf Kellermann (57), der lange Jahre bei Wolfsburg tätig war und nun zu Borussia Dortmund gewechselt ist. Kellermann gilt als einer der besten deutschen Frauenfußball-Manager der vergangenen zwei Jahrzehnte.
In der gesamten Frauenfußball-Szene wird nun intensiv darüber diskutiert, ob Popp ihrem ehemaligen Manager zum BVB folgen könnte. Bereits im Mai 2024 hatte SPORT BILD exklusiv über entsprechende Pläne des Dortmunder Vereins berichtet. Damals gab es erste Gespräche zwischen beiden Seiten, doch Popp entschied sich zunächst für eine Vertragsverlängerung in Wolfsburg. Der Kontakt zwischen der Spielerin und dem BVB riss jedoch nie ganz ab.
Das Dortmund-Angebot
Borussia Dortmund bietet Popp einen Vertrag als aktive Spielerin, solange sie auf dem Rasen stehen möchte und kann. Aktuell spielt der BVB in der drittklassigen Regionalliga, verfolgt aber ambitionierte Aufstiegspläne mit dem Ziel des direkten Durchmarsches in die Bundesliga. Nach ihrer aktiven Karriere soll Popp, die seit ihrer Kindheit bekennende Borussia-Fan ist, in den Verein eingebunden werden.
Besonders spannend ist der Zeitpunkt: Dortmund wird 2029 einer der größten Spielorte der Frauenfußball-Heim-Europameisterschaft sein. Popp könnte somit nicht nur das Gesicht des BVB, sondern möglicherweise auch des gesamten Turniers werden.
Wolfsburgs Bemühungen und weitere Optionen
Nach Informationen von BILD und SPORT BILD ist das Thema für den kommenden Sommer noch immer aktuell und durch den Manager-Wechsel wahrscheinlicher geworden. Allerdings ist noch nichts entschieden – Popp hat bisher keinen Vertrag unterschrieben.
Auch der VfL Wolfsburg hat bis zuletzt um eine Verlängerung mit seiner Ausnahmespielerin gebuhlt. Der Verein und Eigner Volkswagen boten Popp nicht nur einen weiteren Spielervertrag an, sondern auch Anschlusslösungen im Verein oder im Auto-Konzern nach ihrer aktiven Karriere. Neben einem Wechsel zu einem anderen Verein steht auch ein komplettes Karriereende nach der laufenden Saison im Raum, auch wenn diese Option als weniger wahrscheinlich gilt.
Die kommenden Wochen und Monate werden zeigen, welchen Weg Alexandra Popp nach ihrem Abschied vom VfL Wolfsburg einschlagen wird. Eines steht jedoch fest: Der deutsche Frauenfußball verliert mit ihrem Weggang eine seiner größten Persönlichkeiten bei einem Verein, den sie über 14 Jahre maßgeblich geprägt hat.



