Überraschendes Lob vor Europapokal-Duell: Porto-Trainer schwärmt von Stuttgart-Talent
Beim VfB Stuttgart spielt er aktuell noch keine tragende Rolle, doch für den Trainer des Europa-League-Gegners FC Porto ist Badredine Bouanani ein besonderer Spieler. Francesco Farioli, der 36-jährige Coach des portugiesischen Tabellenführers, äußerte überraschendes Lob für den 21-jährigen Flügelspieler vor dem Achtelfinalhinspiel am Donnerstagabend.
Wiedersehen mit dem Ex-Trainer
Farioli wurde vor dem Duell zwischen dem VfB und Porto gefragt, welchen Stuttgarter Spieler er gerne in seinem eigenen Kader hätte. Seine Antwort überraschte: „Stuttgart hat viele gute Spieler. Einer von ihnen ist Badredine. Er war mit mir in Nizza, ein toller Flügelspieler“, erklärte der Portugiese. „Er hat großes Talent und hat sich seit unserer Zusammenarbeit gut entwickelt. Es freut mich sehr, wie er auf diesem Level glänzt.“
In der Saison 2023/24 spielte Bouanani tatsächlich unter Trainer Farioli beim französischen Klub OGC Nizza und kam dort zu acht Einsätzen. Im vergangenen Sommer wechselte der junge Flügelspieler dann für eine Ablösesumme von 17 Millionen Euro plus Boni zum deutschen Pokalsieger VfB Stuttgart.
Schwieriger Start in Stuttgart
Beim VfB läuft es für den talentierten Offensivspieler allerdings noch nicht rund. In der Bundesliga kommt Bouanani auf lediglich 21 Prozent der maximal möglichen Einsatzzeit. In seinen insgesamt zwölf Ligaeinsätzen blieb er bisher ohne Torerfolg und ohne Torvorlage.
Etwas besser präsentiert sich die Bilanz im Europapokal: Nach neun Einsätzen in der Europa League stehen immerhin zwei Tore und eine Vorlage auf dem Konto des 21-Jährigen. Die Frage bleibt, ob er am Donnerstagabend auch seinen Ex-Trainer mit seiner Leistung beeindrucken kann.
Gegenseitiger Respekt vor dem Duell
Farioli lobte neben seinem ehemaligen Schützling den VfB Stuttgart auch insgesamt: „Wir sind uns sehr ähnlich in der Spielweise und der Struktur. Beide Teams wollen den Ball haben und attackieren hoch“, analysierte der Porto-Coach. „Stuttgart hat hohe individuelle Qualität, läuft aggressiv an. Pokalsieger, Vizemeister und ein Trainer, der dort seit drei Jahren arbeitet: Das wird ein schweres Spiel.“
Auch von Stuttgarts Erfolgscoach Sebastian Hoeneß gab es respektvolle Worte für den Gegner. Der 43-Jährige sagte: „Porto ist eine Mannschaft, die auch im Achtelfinale der Champions League stehen könnte. Trotz ihrer athletischen Qualitäten können sie auch richtig gut Fußball spielen.“
Perspektiven für das wichtige Hinspiel
Das Achtelfinalhinspiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Porto findet am Donnerstagabend um 18:45 Uhr statt. Beide Teams gehen mit großem Respekt, aber auch mit dem Willen zum Sieg in die Begegnung. Für Badredine Bouanani könnte das Spiel eine besondere Chance sein, sich gegen seinen ehemaligen Trainer zu beweisen und seine bislang durchwachsene Saison in Stuttgart zu einem positiven Wendepunkt zu führen.
Die Rückkehr von Francesco Farioli nach Deutschland – der Italiener war zuvor als Co-Trainer in der Bundesliga tätig – und das Wiedersehen mit seinem ehemaligen Schützling Bouanani verleihen dem Europa-League-Duell eine zusätzliche persönliche Note. Beide Teams wollen den Weg ins Viertelfinale der Europa League ebnen, wobei der VfB als deutscher Vertreter und der FC Porto als portugiesischer Meister jeweils hohe Ambitionen haben.



