WM-Enttäuschung: Portugal verpasst Gruppensieg nach 0:0 gegen Kolumbien
Portugal verpasst Gruppensieg nach 0:0 gegen Kolumbien

Portugal hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft den erhofften Gruppensieg in Gruppe K verpasst. Das Team von Superstar Cristiano Ronaldo kam im letzten Vorrundenspiel nicht über ein glückliches 0:0 gegen stark aufspielende Kolumbianer hinaus. Damit belegen die Südeuropäer nur den zweiten Platz in der Gruppe und müssen nun in der K.o.-Runde einen schwierigeren Weg gehen.

Kolumbien verdient Platz eins – Portugal mit schwacher Vorrunde

Die Südamerikaner sicherten sich durch das Unentschieden verdient den Gruppensieg. In der K.o.-Runde trifft Kolumbien zunächst auf Ghana. Bei einem Erfolg wartet im Viertelfinale der Sieger des Schweizer Spiels. Für Portugal hingegen ist der weitere Turnierpfad deutlich anspruchsvoller: Nächster Gegner ist Kroatien, der aktuelle WM-Dritte. Dahinter lauert im möglichen Achtelfinale Spanien, der amtierende Europameister.

Die enttäuschende Vorrunde mit zwei schwachen Leistungen und einem nicht überzubewertenden 5:0 gegen den Gruppenletzten Usbekistan hat Konsequenzen. Cristiano Ronaldo blieb wie schon beim 1:1 gegen die Demokratische Republik Kongo über weite Strecken unsichtbar. Sein einziger Lichtblick: Mit seinem 25. WM-Einsatz zog der 41-Jährige mit Lothar Matthäus gleich. Nur Lionel Messi hat mehr WM-Spiele absolviert.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Kolumbien dominiert von Beginn an – Ronaldo ohne Durchschlagskraft

In Miami, wo südamerikanische Teams faktisch Heimspiele haben, waren rund 40.000 kolumbianische Fans lautstark. Ihr Team entwickelte von der ersten Minute an deutlich mehr Power als die hoch gehandelten Portugiesen. Bereits nach 59 Sekunden köpfte der frühere Bundesliga-Profi Jhon Cordoba (1. FC Köln und Hertha BSC) knapp über das Tor.

Die Kolumbianer setzten Portugal in jedem Spielfelddrittel zu. Die Angreifer Diaz, Cordoba und Jhon Arias agierten wesentlich zielstrebiger als Ronaldo und seine Mitspieler. Kolumbiens Defensive stand derart kompakt, dass Portugals Offensive kaum Räume fand und zeitweise aus dem Stand agierte.

Chancenverhältnis klar für Kolumbien – Portugal nur kurz gefährlich

Das Chancenverhältnis spiegelte die Überlegenheit Kolumbiens wider: In der 17. Minute zwang Cordoba Torwart Diogo Costa zu einer starken Reaktion. Vier Minuten später klärte Ruben Neves den Ball kurz vor der eigenen Torlinie. Portugal wurde nur in einem kurzen Zeitfenster gefährlich: In der 39. Minute scheiterte Bruno Fernandes aus acht Metern an Torwart Camilo Vargas. Ronaldo versuchte sich erfolglos an einem Fallrückzieher. Kurz danach schoss Joao Felix knapp über das Tor (42.).

Nach der Pause änderte sich wenig. Eine Kombination über Diogo Dalot, Joao Felix und Ronaldo sah vielversprechend aus (60.), aber Ronaldo schoss am Tor vorbei und stand zudem im Abseits. Hinten waren die Portugiesen stark beschäftigt: Richard Rios vergab eine Großchance (62.), und Torwart Diogo Costa parierte einen abgefälschten Schuss von Jhon Arias (66.).

Glückliches Ergebnis aus portugiesischer Sicht

Je länger das Spiel dauerte, desto glücklicher wurde das Ergebnis für Portugal. In der 88. Minute flog ein Seitfallzieher von Luis Suarez über das Tor. In der Nachspielzeit wurde ein Kopfballtor von Davinson Sanchez wegen Abseits aberkannt (90.+1). Der Torschütze stand nur mit einer Schuhspitze im Abseits.

Portugal enttäuschte einmal mehr: Wie bei vergangenen Turnieren gelang es dem Team nicht, die vielen namhaften Spieler zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu vereinen. Ronaldo blieb blass, die Offensive harmlos. Kolumbien hingegen zeigte sich als ernstzunehmender Gegner für die kommenden Runden.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration