Deniz Undav (29) hat Deutschland mit einem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste (2:1) zum zweiten WM-Sieg und vorzeitig ins Achtelfinale geschossen. Der Stürmer, der nie in der Startelf stand, ist mit drei Toren der beste deutsche Torschütze bei dieser Weltmeisterschaft. Die internationale Presse feiert den Super-Joker und Bundestrainer Julian Nagelsmann (38).
Italienische Medien: „Undav kommt rein und verwandelt Deutschland“
Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ titelt: „Undav kommt rein und verwandelt Deutschland.“ Die „Gazzetta dello Sport“ schreibt: „Deutschland, der Held ist Undav. Er kommt rein und dreht das Spiel. Die Elfenbeinküste hätte mehr verdient, aber nachdem sie nach einer Stunde einen Gang zurückgeschaltet hatte, wurde sie von Undav, Nagelsmanns verlässlichem Joker, in der 94. Minute auf bittere Weise um den Lohn gebracht. Wieder einmal hat sich der deutsche Charakter durchgesetzt.“
Der „Corriere dello Sport“ ergänzt: „Ein überragender Undav besiegelt das deutsche Comeback mit einem Doppelpack. Nagelsmann jubelt, er hatte an der Seitenlinie wie ein Löwe gekämpft und in der 60. Minute die entscheidenden Wechsel gemacht. Das dritte Gruppenspiel gegen Ecuador ist nur noch Formsache.“
Spanische Presse: „Deutsches Epos“ und „unerwarteter Held“
Die spanische „Marca“ schreibt: „Deutsches Epos. Undav bewahrt Deutschland vor Problemen. Er wird eingewechselt, erzielt einen Doppelpack und dreht die Partie gegen eine starke Elfenbeinküste. Deutschlands erster echter Härtetest wäre beinahe gescheitert. Für die Deutschen nahm die Partie ein glückliches Ende.“
„Mundo Deportivo“ kommentiert: „Deutschland ist wieder ein Stück näher dran, Deutschland zu sein. Nach zwei Weltmeisterschaften, in denen er nicht über die Gruppenphase hinausgekommen war, feiert der viermalige Weltmeister ausgelassen den Einzug in die K.o.-Runde. Stuttgarts Stürmer Deniz Undav avancierte dabei zum unerwarteten Helden.“
Englische und portugiesische Stimmen
Die englische „Daily Mail“ schreibt: „Deniz Undav ist ein geborener Torjäger für Deutschland – sein Doppelpack als Einwechselspieler versenkt die Elfenbeinküste.“ Die portugiesische „Record“ zitiert Maradona: „Schon Maradona hat gesagt, wenn du gegen die Deutschen gewinnen willst, musst du sie töten. Und es war tatsächlich der Killerinstinkt, der der Elfenbeinküste gefehlt hat.“
Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte in der 60. Minute die entscheidenden Wechsel vorgenommen und an der Seitenlinie leidenschaftlich gekämpft. Das dritte Gruppenspiel gegen Ecuador ist für Deutschland nur noch Formsache, da der Einzug in die K.o.-Runde bereits sicher ist.



