Preußen Münster vor entscheidendem Kellerduell in Braunschweig
Der Zweitligist Preußen Münster steht vor einer enorm wichtigen Aufgabe. Am Sonntag (13:30 Uhr, live bei Sky) treten die Schwarz-Weiß-Grünen beim direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig an und müssen dringend ihre Negativserie beenden. Mittlerweile sind es schon neun Ligaspiele in Folge ohne Sieg, was die Mannschaft auf den gefährlichen Relegationsplatz 16 abrutschen ließ.
Schiedsrichter-Statistik spricht gegen Preußen
Mit Daniel Siebert (41, Berlin) wird ein erfahrener FIFA-Schiedsrichter das Kellerduell leiten. Der studierte Sportwissenschaftler ist seit 2015 offizieller FIFA-Schiedsrichter und bringt viel Erfahrung mit. Doch seine persönliche Statistik bei Preußen-Spielen verheißt für die Münsteraner nichts Gutes.
Siebert pfiff insgesamt sieben Spiele der Preußen, von denen sie die letzten sechs nicht gewinnen konnten. Drei Niederlagen und drei Unentschieden stehen zu Buche. Nur einmal gingen die Adlerträger unter seiner Leitung als Sieger vom Platz - und das liegt bereits über 17 Jahre zurück. Am 14. November 2008 besiegten sie Bayer Leverkusen II mit 5:1, damals noch in der Regionalliga.
Im Kontrast dazu ist Sieberts Bilanz bei Eintracht Braunschweig nahezu ausgeglichen mit neun Siegen, fünf Unentschieden und zehn Niederlagen.
Eigene Leistung entscheidend
Trotz der bedenklichen Schiedsrichter-Statistik wird das Spiel voraussichtlich nicht von Siebert entschieden. Die Preußen müssen es selbst in die Hand nehmen, wie Cheftrainer Alexander Ende (46) deutlich macht: „Jetzt kommen die Mannschaften auf Augenhöhe, das ist Fakt. Wenn wir drin bleiben wollen - und das ist unser klares Ziel - müssen wir voll da sein. Und alles raushauen.“
Die Mannschaft steht unter enormem Druck, nachdem die Konkurrenten am Samstag positive Ergebnisse erzielten. Ende fordert von seinen Spielern eine 100-prozentige Motivation, möglichst fehlerfreies Spiel, Kampfstärke und mehr Cleverness vor dem Tor.
Personelle Probleme und Hoffnungsträger
Personell hat der Preußen-Trainer mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Neben Langzeitverletzten werden voraussichtlich auch Joshua Mees (29, Reha nach Wadenproblemen) und Zidan Sertdemir (22, Erkrankung) fehlen.
Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Stürmer Vilhelmsson, liebevoll „Schweden-Oscar“ genannt, soll nach wochenlanger Verletzungspause sein Comeback im Kader feiern. Seine Rückkehr könnte der Offensive neuen Schwung verleihen.
Auch Braunschweig hat personelle Sorgen. Stammkeeper Ron-Thorben Hoffmann (26) fällt mit einer Hüftverletzung aus.
Fan-Unterstützung als wichtiger Faktor
Rund 2.200 Preußen-Fans werden ihre Mannschaft nach Braunschweig begleiten und im Stadion an der Hamburger Straße für lautstarke Unterstützung sorgen. Diese bedingungslose Rückendeckung könnte im entscheidenden Moment den Unterschied machen.
Die Münsteraner hoffen, an die Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen zu können, als sie daheim verdient mit 3:1 gegen die Niedersachsen gewannen. Ein Doppelerfolg gegen Braunschweig wäre nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern würde auch psychologisch enorm helfen.
Die Aufgabe ist klar: Die Preußen müssen endlich ihre Sieglos-Serie beenden und gleichzeitig die negative Schiedsrichter-Statistik gegen Daniel Siebert durchbrechen. Nur so können sie den gefährlichen Abstiegskampf erfolgreich bestehen und ihre Zweitliga-Zugehörigkeit sichern.



