Preußens Trainer-Suche: Thomas Wörle als heißer Kandidat für die Nachfolge
Preußens Trainer-Suche: Wörle als heißer Kandidat

Preußen Münster unter Druck: Die Suche nach einem neuen Trainer läuft

Der stark abstiegsgefährdete Zweitligist Preußen Münster steht vor einer entscheidenden Phase. Am Sonntag kämpft der Klub im heimischen Stadion im sogenannten "Keller-Krimi" gegen das Tabellenschlusslicht Magdeburg um das Überleben in der zweiten Liga. Auf der Bank sitzt dabei Interimscoach Kieran Schulze-Marmeling, der gemeinsam mit Christian Pander, Sören Weinfurtner und Janis Hohenhövel ein "Retter-Quartett" bildet.

Dieses Quartett hatte sich bereits im Vorjahr in einer ähnlich prekären Situation bewährt und in letzter Sekunde den Klassenerhalt gesichert. Allerdings handelt es sich dabei nur um eine Übergangslösung, da keiner der vier Trainer über die vorgeschriebene Fußballlehrer-Lizenz verfügt. Laut Reglement dürfen sie maximal 15 Tage das Team übernehmen, danach drohen für jede weitere Ligapartie saftige Geldstrafen vom Verband.

Thomas Wörle als vielversprechender Kandidat

Im Hintergrund laufen die Bemühungen um einen langfristigen Nachfolger für den nach nur neun Monaten entlassenen Alexander Ende bereits auf Hochtouren. Ein Name, der aktuell für Gesprächsstoff sorgt, ist Thomas Wörle. Der 44-jährige Schwabe wurde vor fast genau einem Jahr beim SSV Ulm entlassen, nachdem er mit den "Spatzen" einen ähnlichen Höhenflug wie Münster geschafft hatte.

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Unter Wörles Führung gelang Ulm der direkte Durchmarsch von der Regionalliga bis in die zweite Bundesliga. Als der Klub dort ins Schlingern geriet und sich im unteren Tabellenbereich festsetzte, wurde nach über vierjähriger Zusammenarbeit die Reißleine gezogen - was einen massiven Proteststurm der Fans auslöste.

Vor seiner Zeit in Ulm war Wörle für Bayern München tätig, wo er mit den Bundesliga-Frauen mehrere nationale Titel gewinnen konnte und einen neuen Rekord von 40 ungeschlagenen Spielen in Serie aufstellte.

Positive Stimmen aus dem Umfeld

Die Idee, Wörle künftig bei den "Adlerträgern" an der Seitenlinie zu sehen, findet Unterstützung. Lennart Stoll, ehemaliger Preußen-Profi von 2015 bis 2018, der in Ulm lange unter Wörle trainierte, äußert sich begeistert: "Ich denke, Tom und sein Team würden super zu Preußen passen. Außerdem kann ich mir durchaus vorstellen, dass er gut mit Münsters sportlicher Leitung zusammenarbeiten würde. Bei uns hat er es sehr häufig geschafft, das Maximum aus jedem einzelnen - und aus dem gesamten Kader sowieso - herauszuholen."

Interessant ist zudem, dass Jonas Imkamp, aktuell als Co-Trainer und Video-Analyst bei Preußen Münster beschäftigt, vergangene Saison ebenfalls eng mit Wörle in Ulm zusammengearbeitet hat.

Vertragliche Hürden und finanzielle Aspekte

Allerdings gibt es auch Hindernisse: Thomas Wörle ist beim SSV Ulm nur freigestellt und hat dort, genau wie Alexander Ende bei den Preußen, noch einen gültigen Vertrag bis 2027. Seine Verpflichtung würde somit Ablösezahlungen erfordern. Ein Abstieg aus der zweiten Liga wäre für Preußen Münster jedoch weitaus teurer, was die Dringlichkeit der Trainerfrage unterstreicht.

Das aktuelle "Retter-Quartett" um Oberliga-Coach Kieran Schulze-Marmeling kann nur eine temporäre Lösung sein. Die Verantwortlichen bei Preußen Münster müssen zeitnah eine Entscheidung treffen, um die Zukunft des Klubs in der zweiten Liga zu sichern und den sportlichen Neuanfang zu gestalten.

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