Rangnick bleibt bis 2028: Vertragsverlängerung als WM-Motivationsschub
Einen besseren Zeitpunkt hätten sich die Österreicher kaum aussuchen können: Die Vertragsverlängerung mit Erfolgscoach Ralf Rangnick soll der Nationalmannschaft kurz vor dem WM-Auftakt gegen Jordanien zusätzlichen Schub verleihen. Voller Euphorie startet das Team um Bayern-Allzweckwaffe Konrad Laimer und den früheren Münchner David Alaba in die erste Weltmeisterschaft der Alpenrepublik seit 28 Jahren.
Alaba: „Ein Traum wird wahr“
Kapitän David Alaba, der auf Vereinsebene mit Bayern München und Real Madrid alles gewonnen hat, betont: „Da geht ein Traum in Erfüllung.“ Für den 33-Jährigen ist die WM ebenso Neuland wie für viele seiner Teamkollegen. „Es ist ein Ereignis, für das man dankbar ist, es miterleben zu dürfen“, sagte er der FIFA. Das Team sei stolz, dabei zu sein.
Rekord unter Rangnick
Die Ansprüche sind nach langer WM-Abstinenz gestiegen. Rangnick, seit 2022 im Amt, hat die Mannschaft enorm weiterentwickelt. Mit einem Punkteschnitt von 1,98 ist er der erfolgreichste österreichische Teamchef seit 1945 (mindestens zehn Spiele). Von 45 Partien gewann Österreich 27, darunter 14 Heimspiele in Serie ohne Niederlage – ein Rekord.
Auftakt gegen Jordanien
Ins erste Gruppenspiel gegen Jordanien am Mittwoch (06:00 Uhr, ZDF und MagentaTV) geht das Team als Favorit. Weitere Gegner in Gruppe J sind Titelverteidiger Argentinien und Algerien. Alaba: „Wir fahren dorthin, um Geschichte zu schreiben. Ob es für den Titel reicht, weiß ich nicht, aber wir sind eine Mannschaft mit großen Träumen.“
Baumgartner-Ausfall als Herausforderung
Rangnick setzt auf Bundesligaprofis wie Laimer, Marcel Sabitzer (Dortmund), Nicolas Seiwald (Leipzig) und Philipp Lienhart (Freiburg). Der Ausfall von Christoph Baumgartner (Leipzig) trifft das Team hart, da er offensiv gesetzt und eine zentrale Persönlichkeit ist. Bemerkenswert: Baumgartner absolviert seine Reha im Kreise des Nationalteams, was Michael Gregoritsch (Augsburg) als „extrem kraftvoll“ bezeichnet.
Rangnick als Architekt der Zukunft
Der 67-Jährige denkt weit über das Turnier hinaus: Er bringt sich in die Nachwuchsentwicklung ein, beschäftigt sich mit Liga-Formaten und einer neuen Event-Arena. Die Vertragsverlängerung bis zur EM 2028 ist ein starkes Signal. Andreas Herzog, Österreichs letzter WM-Torschütze, sagt: „Das wird der Mannschaft einen zusätzlichen Push geben.“



