Rassismus-Vorwurf im Champions-League-Spiel: Benfica-Spieler soll Vinicius Jr. beleidigt haben
Rassismus-Vorwurf: Benfica-Spieler soll Vinicius Jr. beleidigt haben

Neue Vorwürfe im Champions-League-Skandal: Rassistische Beleidigungen gegen Vinicius Jr.

Im Nachgang zum umstrittenen Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid (0:1) haben sich neue Vorwürfe rassistischer Beleidigungen erhoben. Der argentinische Offensivspieler Gianluca Prestianni (20) soll den brasilianischen Starspieler Vinicius Jr. (25) während der Partie beleidigt haben.

Widersprüchliche Aussagen zur Art der Beleidigung

Wie ESPN berichtet, hat Prestianni im Rahmen der UEFA-Untersuchung bereits ausgesagt. Der Argentinier gab an, Vinicius Jr. mit dem spanischen Schimpfwort „maricón“ beleidigt zu haben, was eine anti-homosexuelle Beleidigung darstellt und mit „Schwuchtel“ übersetzt werden kann. Diese Aussage steht jedoch im Widerspruch zu den Schilderungen von Real-Stürmer Kylian Mbappé (27).

Der französische Nationalspieler berichtete nach dem Spiel den Medien, er habe persönlich gehört, wie Prestianni Vinicius Jr. fünf Mal rassistisch beleidigt habe. Mbappé betonte: „Ich habe es gehört. Es gibt Benfica-Spieler, die es ebenfalls gehört haben.“

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UEFA-Disziplinarordnung sieht strenge Strafen vor

Madrids Trainer Álvaro Arbeloa (43) forderte in einer Pressekonferenz eine Bestrafung für Prestianni und äußerte die Hoffnung, dass dieser Fall ein „Wendepunkt“ im Kampf gegen rassistische Beleidigungen im Fußball sein werde. Interessant ist dabei, dass die Art der Beleidigung – ob rassistisch oder homophob – bei einer möglichen Strafe keine Rolle spielt.

Artikel 14 der Disziplinarordnung der UEFA besagt deutlich: „Jede Einrichtung oder Person, die diesen Vorschriften unterliegt und die die Menschenwürde einer Person oder einer Gruppe von Personen aus irgendeinem Grund, einschließlich Hautfarbe, Rasse, Religion, ethnischer Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung, verletzt, wird mit einer Sperre von mindestens zehn Spielen oder einer bestimmten Zeitspanne oder einer anderen angemessenen Sanktion belegt.“

Beweislage bleibt schwierig

Die Beweislage in diesem Fall gestaltet sich als besonders schwierig, da sich Prestianni während der mutmaßlichen Beleidigung das Trikot über den Mund zog. Diese Geste erschwert eine eindeutige Überprüfung der Vorwürfe erheblich. Dennoch hat die UEFA ihre Untersuchungen aufgenommen und wird über mögliche Konsequenzen entscheiden müssen.

Der Fall zeigt erneut, wie präsent das Problem diskriminierender Beleidigungen im Profifußball bleibt. Sowohl Spieler als auch Funktionäre fordern konsequenteres Vorgehen gegen solche Vorfälle, um eine nachhaltige Veränderung der Fußballkultur zu erreichen.

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