RB Leipzigs Stürmer-Krise: Trainer Werner fordert mehr Treffsicherheit von Harder und Romulo
Die Offensivprobleme bei RB Leipzig sind offenkundig. Während Konkurrenten wie Borussia Dortmund mit Serhou Guirassy (11 Bundesliga-Tore), Bayern München mit Harry Kane (26 Tore) und Stuttgart mit Deniz Undav (12 Tore) über treffsichere Stürmer verfügen, fehlt dem Leipziger Klub derzeit ein zuverlässiger Torjäger. Die Chancenverwertung bleibt ein großes Manko.
Werner setzt auf Geduld und Entwicklung
Leipzig-Trainer Ole Werner (37) betont vor dem Spiel am Samstag gegen den BVB (18.30 Uhr/live Sky): „Serhou Guirassy ist seit vielen Jahren ein Top-Stürmer in der Bundesliga. Unsere Stürmer spielen ihr erstes Jahr in Deutschland und sind deutlich jünger. Ich bin aber davon überzeugt, dass wir Conrad und Romulo auf das Niveau von Guirassy bekommen können.“
Der Brasilianer Romulo, der vor der Saison für 20 Millionen Euro von Göztepe verpflichtet wurde, ist aktuell Stürmer Nummer 1. Bisher traf er sechsmal in der Bundesliga, blieb in den letzten fünf Spielen jedoch ohne Torerfolg. Der Däne Conrad Harder, der Königstransfer des Sommers für 24 Millionen Euro von Sporting Lissabon, kommt bisher auf drei Ligatreffer, sein letzter gelang vor drei Wochen.
Werner relativiert: „Saisonphasen, in denen man Pech vor dem Tor hat, gehören für einen Angreifer dazu. Das hat auch Guirassy dieses Jahr schon erlebt.“
Konkrete Forderungen an die jungen Talente
Der Trainer benennt klare Verbesserungspunkte: „Conrad kann schon noch seine Laufwege und sein Timing im Strafraum verbessern. Es geht auch für ihn darum, eine gewisse Klarheit in seinem Spiel zu haben.“ Werner betont jedoch die Fortschritte: „Ich finde, er hat Riesen-Fortschritte seit dem Winter gemacht, um die Bälle zu behaupten und abzulegen. Er ist auf dem absolut richtigen Weg, aber der Junge ist eben auch erst 20 Jahre alt.“
Bei Romulo hebt Werner dessen Stärken hervor: „Bei ihm ist es so, dass er gerade im Strafraum absolute Stärken hat, was Laufwege angeht.“ Die Herausforderung liege anderswo: „Bei ihm geht es einfach darum, im Rhythmus zu bleiben, weil er in allen Spielen auch nach wie vor Chancen hat. Und dann geht es wie immer darum, dass du als Stürmer weiter auf deine Stärken vertraust.“
Die Hoffnung des Trainers: Dass sich die Arbeit bereits am Samstag gegen Borussia Dortmund auszahlt und die jungen Stürmer ihre Torflaute beenden.



