Antonio Rüdiger hat sich bei seinem ersten Auftritt auf dem DFB-Podium in einer neuen Rolle präsentiert. Der langjährige Abwehrboss der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fügte sich souverän in die schwierige Position auf der Ersatzbank und zollte seinen Konkurrenten Respekt. Der 33-jährige Profi von Real Madrid beklagte sich bei der Pressekonferenz im DFB-Quartier mit keinem Wort über seine neue Situation als nur noch dritter Innenverteidiger hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck, die auch beim 7:1 gegen Curaçao in der Startelf gestanden hatten.
Rüdiger über Tah: „Er ist der neue Chef“
„Den Schub, den Jona in den letzten zwei Jahren nochmal gemacht hat, verdient bei mir sehr viel Respekt. Auch die letzte Saison bei Bayern München war überragend. Und ja – er ist der neue Chef“, sagte der 83-malige Nationalspieler in Winston-Salem über seinen langjährigen Kollegen Tah (30). Diese Worte zu sagen, würde ihn keine Überwindung kosten, erklärte Rüdiger: „Jeder hat seine Zeit, jetzt ist seine Zeit.“
Lob für Schlotterbeck: „Nicos linker Fuß ist Gold“
Auch über den 26-jährigen Dortmunder Schlotterbeck äußerte sich Rüdiger sehr positiv. Dieser sei bei Standards stets gefährlich, verteidige „sehr bissig“ und habe eine große Qualität in der Spieleröffnung: „Nicos linker Fuß ist Gold.“
Rüdiger ist bemüht, auch als Ersatzspieler einen wertvollen Beitrag zum Teamerfolg zu leisten. „Als Fußballer ist es nicht einfach, auf der Bank zu sein. Aber in der Nationalmannschaft ist es noch etwas ganz anderes als im Verein. Wir alle haben hier nur ein Ziel. Jeder ist wichtig. Und wenn man von außen Input geben kann, ist das nur besser“, sagte Rüdiger, der im ersten Gruppenspiel in Houston immerhin für Tah eingewechselt wurde.



