Nach brutalen Foul in Spanien: Antonio Rüdiger sollte WM-Ausschluss drohen
Kommentar von BILD-Sportchef Henning Feindt
Im Fußball gibt es immer wieder Situationen, die Zuschauer und Experten gleichermaßen fassungslos zurücklassen. Bei Antonio Rüdiger häufen sich diese bedenklichen Szenen inzwischen in einem Maße, das nicht mehr zu tolerieren ist.
Das brutale Foul im Estadio Bernabéu
Montagabend im legendären Estadio Bernabéu von Real Madrid. In der 27. Minute des Spiels gegen Getafe stürmt Antonio Rüdiger mit dem Knie voran auf den bereits am Boden liegenden Gegenspieler Diego Rico zu und trifft ihn mit voller Wucht im Gesicht. Diese Aktion ging weit über ein hartes Foul hinaus – sie wirkte wie ein regelrechtes Attentat auf den Kontrahenten.
Die Szene zeigt erneut, dass Rüdiger in Grenzsituationen die Kontrolle verliert. Ein Verhalten, das im modernen Fußball keinen Platz haben darf und Konsequenzen nach sich ziehen muss.
Nagelsmanns klare Ansage und die sportliche Alternative
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits angekündigt, dass er auch etablierte Stars zu Hause lassen wird, wenn deren Verhalten nicht den Ansprüchen der Nationalmannschaft entspricht. Antonio Rüdiger gehört aktuell ganz oben auf diese Liste potenzieller Ausgeschlossener.
Zum einen ist ein derart wiederholtes Fehlverhalten, das gegen die grundlegenden Regeln des Sports verstößt, nicht akzeptabel. Zum anderen besteht sportlich keine zwingende Notwendigkeit für Rüdigers Einsatz. Mit Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah steht der Nationalmannschaft ein starkes und zuverlässiges Abwehrzentrum zur Verfügung.
Die Vorgeschichte spricht eine deutliche Sprache
Rüdigers problematisches Verhalten ist kein Einzelfall. Bereits im März 2025 zeigte er nach dem Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid eine umstrittene Kopf-ab-Geste, die mit einer Geldstrafe von 40.000 Euro geahndet wurde.
Weitere Vorfälle:
- Der Versuch, im Pokalfinale mit einer Taperolle den Schiedsrichter abzuwerfen (6 Spiele Sperre)
- Die Verhöhnung des japanischen Gegenspielers Asano während des letzten WM-Aus der deutschen Mannschaft
Diese Häufung von Fehlverhalten zeigt ein Muster, das nicht ignoriert werden kann.
Teamplayer mit Kontrollproblemen
In der Nationalmannschaft wird Antonio Rüdiger zwar als Teamplayer geschätzt, und seine Mitspieler schätzen ihn. Doch ein Spieler, der regelmäßig die Kontrolle verliert und damit das Ansehen des gesamten Teams gefährdet, ist auf höchster internationaler Ebene nicht tragbar.
Die deutsche Nationalmannschaft steht vor einer wichtigen WM-Teilnahme und benötigt Spieler, die sowohl sportlich als auch charakterlich überzeugen. Wer sich nicht ändert, muss konsequenterweise zu Hause bleiben – auch wenn es sich um einen etablierten Star handelt.



