Regionalliga-Reform: Arbeitsgruppe einigt sich auf viergleisiges Modell
Die Arbeitsgruppe Regionalliga-Reform hat bei ihrer fünften Sitzung einen bedeutenden Durchbruch erzielt. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) offiziell mitteilte, hat sich die 13-köpfige Gruppe einstimmig für die Einführung einer viergleisigen Regionalliga ausgesprochen. Dieses neue Modell soll künftig allen Regionalliga-Meistern den Aufstieg in die 3. Liga ermöglichen.
Zwei konkrete Lösungsvorschläge zur Diskussion
Die Arbeitsgruppe hat zwei detaillierte Lösungsmodelle erarbeitet, die nun von den Trägern der Regionalligen im nächsten Schritt intensiv diskutiert werden. Parallel dazu wird von den betroffenen Clubs ein umfassendes Meinungsbild eingeholt. Auf dieser fundierten Grundlage sollen anschließend die weiteren Entscheidungsprozesse strukturiert vorgenommen werden.
Kompassmodell versus Regionenmodell
Bei den beiden präsentierten Vorschlägen handelt es sich zum einen um das von vielen Vereinen bevorzugte Kompassmodell. Hierbei würden die vier Staffeln in jeder Saison grundsätzlich anhand der geografischen Entfernungen zwischen allen Regionalligisten neu gebildet werden. Dieses flexible System soll eine faire und ausgewogene Verteilung gewährleisten.
Das zweite Modell trägt den Namen Regionenmodell. Bei dieser Variante würden aus den bestehenden Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei separate Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden hingegen in ihrer derzeitigen Form weitgehend unverändert bestehen bleiben und somit Kontinuität bewahren.
Intensive und konstruktive Diskussionsprozesse
„Die Diskussionen waren intensiv und nicht einfach, aber immer konstruktiv und zielorientiert“, erklärte AG-Leiter Michael Vesper. „Unser erklärtes Ziel war es, konkrete und praktikable Lösungsvorschläge vorzulegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände effektiv arbeiten und umgehen können. Ich freue mich sehr, dass uns dieses Vorhaben erfolgreich gelungen ist. Jetzt geht es in die entscheidende Phase der weiteren Entscheidungsfindung unter umfassender Einbeziehung aller betroffenen Vereine.“
Mögliche Umsetzung ab der Saison 2028/2029
Ein neues Modell mit vier Regionalliga-Staffeln könnte bei entsprechendem positiven Beschluss ab der Saison 2028/2029 implementiert werden. In diesem Fall würde die Qualifikationssaison bereits in der Spielzeit 2027/2028 stattfinden, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Der AG Regionalliga-Reform gehörten erfahrene Vereins- und Verbandsvertreter aus allen fünf bestehenden Regionalligen an. Jede Staffel hatte eigenverantwortlich ihre Repräsentanten für die Arbeitsgruppe benannt. Weitere bedeutende Mitglieder waren Manuel Hartmann als Geschäftsführer Spielbetrieb für den DFB und Ansgar Schwenken als Direktor Spielbetrieb & Fans für die Deutsche Fußball-Liga (DFL). Es ist wichtig zu betonen, dass die Arbeitsgruppe selbst kein offizielles Beschlussgremium darstellte, sondern eine vorbereitende und beratende Funktion innehatte.
Die aktuelle Reformdiskussion wurde maßgeblich durch die „Aufstiegsreform 2025“ angeregt, die bereits wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Fußballs gesetzt hat. Die nun vorgestellten Modelle markieren einen weiteren wesentlichen Schritt in dieser kontinuierlichen Optimierung des Ligasystems.



