VfL-Trainer Uwe Rösler zeigt sich nach Pleite in Düsseldorf tief enttäuscht
Die Rückkehr von Uwe Rösler nach Düsseldorf verlief alles andere als nach Plan. Der 57-jährige Trainer des VfL Bochum, der von 2020 bis 2021 selbst Coach bei Fortuna Düsseldorf war, musste mit seiner Mannschaft eine bittere 1:2-Niederlage hinnehmen. Statt der erhofften drei Punkte und einer Entspannung im Abstiegskampf gab es nur Frust und neue Sorgen.
„Mutlos, kraftlos, energielos“ – Rösler übt harte Kritik
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel ließ Rösler seinem Unmut freien Lauf. „Die erste Halbzeit war mutlos, kraftlos, energielos“, analysierte der Trainer schonungslos. „Wir hatten nicht die Energie, nicht die läuferische Stärke. Fortuna hat das gemacht, was wir erwartet haben.“ Besonders schmerzte Rösler, dass seine Mannschaft nach einer frühen Riesenchance nicht mehr ins Spiel fand.
Der VfL-Coach übernahm dabei bewusst die Verantwortung: „Ich habe die Mannschaft selektiert und eingestellt. Ich übernehme voll die Verantwortung.“ Dennoch zeigte sich Rösler von der Leistung seiner Spieler tief enttäuscht: „Ich habe meine Mannschaft in der ersten Halbzeit nicht wiedererkannt.“
Direkte Entschuldigung an die Fans
Besonders bewegt zeigte sich Rösler angesichts der rund 10.000 mitgereisten Bochumer Fans. „Ich muss mich das erste Mal, seitdem ich hier bin, bei den Fans entschuldigen“, sagte der Trainer emotional. „Es gibt wenige Teams, die so etwas mobilisieren können.“
Einziger Lichtblick für den VfL war Torhüter Timo Horn. Der 32-Jährige hielt seinen Verein mit mehreren Paraden überhaupt im Spiel. Auch die später eingewechselten Joker Farid Alfa-Ruprecht (Torschütze) und Oliver Olsen (Vorlagengeber) brachten noch einmal Leben in die Partie, konnten die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Konsequenzen angekündigt: „Der Bonus ist aufgebraucht“
Für das kommende Spiel gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag (20.30 Uhr, Sky und RTL) kündigte Rösler personelle Konsequenzen an. „Der Bonus ist aufgebraucht. Die Karten werden neu gemischt“, machte der Trainer deutlich.
Zudem müssen sich die Bochumer Profis auf eine ausführliche Videoanalyse einstellen. „Wir werden eine Videosession machen und uns das komplette Spiel anschauen“, kündigte Rösler an. „Dann werden wir sehen, woran es gelegen hat. Da hat jeder die Chance oder auch die Pflicht, sich intern dazu zu äußern.“
Abstiegskampf verschärft sich erneut
Die Niederlage in Düsseldorf hat die Situation des VfL Bochum im Abstiegskampf deutlich verschärft. Im schlimmsten Fall könnte der Vorsprung auf Tabellenschlusslicht Greuther Fürth auf nur noch vier Punkte schmelzen. Dabei hatte Rösler in den vergangenen Monaten eigentlich dafür gesorgt, dass die Abstiegsangst aus Bochum weitgehend vertrieben schien.
Nun steht der Verein vor einer entscheidenden Phase. Das Heimspiel gegen Nürnberg am Samstag wird zeigen, ob die angekündigten Konsequenzen Wirkung zeigen und ob der VfL die negativen Eindrücke aus Düsseldorf schnell hinter sich lassen kann.



