Rückkehr nach Magdeburg: Für Uwe Rösler zählt nur der VfL Bochum
Der VfL Bochum steht vor einer richtungsweisenden Aufgabe in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Am Samstag um 13 Uhr trifft die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Rösler beim Tabellen-Vorletzten 1. FC Magdeburg an. Das Spiel wird live auf Sky übertragen und könnte ein entscheidender Schritt in Richtung Klassenerhalt werden.
Besondere Rückkehr für den Bochumer Trainer
Für Uwe Rösler ist dieses Spiel von ganz besonderer Bedeutung. Zwischen 1988 und 1990 stürmte der heute 57-Jährige selbst in 50 Liga-Partien für den Ostclub und erzielte dabei 19 Tore. Damals avancierte er zum Publikumsliebling in Magdeburg. Doch für Gefühlsduselei bleibt vor dem Spiel kaum Zeit – für Rösler zählt in diesen 90 Minuten ausschließlich der VfL Bochum.
„Die Mannschaft kommt über Ballbesitz, gehört da zu den Besten in der Liga“, warnt Rösler vor dem Gegner. „Sie wird uns über den ganzen Platz im Eins gegen Eins pressen. Wir müssen mutig sein und akzeptieren, dass wir nicht so oft die Kugel haben werden. Dafür braucht es vor allem Mentalität und Disziplin.“
Erfolgsrezept aus dem Hinspiel soll wiederholt werden
Im Hinspiel gewann der VfL Bochum mit 2:0, obwohl die Mannschaft nur 38 Prozent Ballbesitz hatte. Diese taktische Disziplin wünscht sich Rösler auch für das Rückspiel in Magdeburg. Allerdings muss der Trainer auf wichtige Spieler verzichten: Kapitän Matus Bero (30) ist gesperrt, Verteidiger Mikkel Rakneberg (24) verletzte sich beim Testspiel gegen Essen (0:4).
Auch der Einsatz von Stürmer Francis Onyeka (19) ist noch unsicher. Der junge Angreifer bekam während des Länderspiels mit der deutschen U19-Nationalmannschaft unter der Woche einen Schlag ab und gilt als Wackelkandidat.
Magdeburgs schwache Heimstatistik
Obwohl die Magdeburger in dieser Saison daheim in 13 Spielen nur zwei Siege und zwei Unentschieden einfuhren, warnt Rösler vor Unterschätzung. Der Trainer kennt die Mentalität und Spielweise des Clubs aus eigener Erfahrung und betont die Qualitäten des Gegners im Ballbesitz.
Erst nach dem Abpfiff kann Uwe Rösler in Erinnerungen an seine eigene Zeit in Magdeburg schwelgen. Vorher konzentriert sich alles auf die sportliche Aufgabe: den nächsten wichtigen Schritt zum Klassenerhalt des VfL Bochum in der Zweiten Bundesliga.



