RWE-Assistent in Jena: Trainer Uluc staunt über umstrittene Schiedsrichter-Ansetzung
RWE-Assistent in Jena: Uluc kritisiert Schiedsrichter-Ansetzung

RWE-Assistent an der Linie: Jenas Trainer kritisiert umstrittene Schiedsrichter-Ansetzung

Der Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost spitzt sich zu. Nach dem wichtigen 2:1-Auswärtssieg im Spitzenspiel bei Lok Leipzig will Carl Zeiss Jena den Druck auf den Tabellenführer weiter erhöhen. Dazu muss der FCC am Freitagabend um 19 Uhr gegen den ZFC Meuselwitz einen weiteren Dreier einfahren.

Thüringer Derby mit brisanter Personalie

Die größte Überraschung im Vorfeld des kleinen Thüringenderbys: Der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) setzte ein Thüringer Schiedsrichtergespann ein. Während Paul und Johannes Drößler aus Gotha stammen, pfeift der zweite Schiedsrichter-Assistent, Daniel Bartnitzki, offiziell für den Erzrivalen FC Rot-Weiß Erfurt.

Jenas Trainer Volkan Uluc (56) reibt sich verwundert die Augen: „Ich weiß nicht, ob schon mal ein FCC-Schiri in Erfurt an der Linie stand.“ Der erfahrene Fußball-Lehrer hält diese Entscheidung des NOFV-Ansetzers für unnötig und fragwürdig.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Historische Rivalität und aktuelle Konkurrenz

Nicht nur die historische Rivalität zwischen RWE und dem FCC macht diese Personalie brisant. Beide Vereine kämpfen gemeinsam mit Lok Leipzig noch um den Staffelsieg in der Regionalliga Nordost. Uluc betont: „Ich möchte jetzt nicht im Vorfeld schon urteilen, will ihm nichts unterstellen. Ich habe im Fußball schon viel erlebt, aber einen Linienrichter mit dem Heimatverein RWE – das hat selbst mich überrascht.“

Daniel Bartnitzki ist kein unbeschriebenes Blatt. Im vergangenen Herbst geriet er als Hauptschiedsrichter beim Drittliga-Duell zwischen Hansa Rostock und Alemannia Aachen (2:2) in die Schlagzeilen. Mehrere vermeintliche Fehlentscheidungen brachten ihm damals Kritik ein. Nun steht er erneut im Mittelpunkt – ausgerechnet beim wichtigen FCC-Heimspiel.

Warnung vor motiviertem Gegner

Uluc warnt vor einem erstarkten ZFC Meuselwitz. Neben Trainer Georg-Martin Leopold (48) haben gleich sechs ZFC-Profis eine Jenaer Vergangenheit. „Die sind top motiviert, werden nichts abschenken. Wir werden auf viel Widerstand treffen, müssen uns auf viele knifflige Situationen einstellen“, sagt der FCC-Coach.

Sein Team fordert er auf, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren: „Wir spielen auf Sieg, aber das wird kein Selbstläufer.“ Von den letzten sechs Spielen hat der ZFC vier gewonnen – eine beeindruckende Bilanz, die Respekt verdient.

Personelle Veränderungen beim FCC

Carl Zeiss Jena muss auf den gelbgesperrten Justin Schau (27) verzichten. Der defensive Mittelfeldspieler wird voraussichtlich durch Maurice Hehne (28) ersetzt, der in die Startelf rücken dürfte.

Uluc bleibt realistisch: „Von den letzten sechs Spielen hat der ZFC vier gewonnen, da müssen wir aufpassen. Es werden Kleinigkeiten entscheiden.“ Die Vorfreude auf das Derby ist groß, doch die umstrittene Schiedsrichter-Ansetzung wirft bereits vor Anpfiff Fragen auf.

Das Duell zwischen Carl Zeiss Jena und dem ZFC Meuselwitz verspricht Spannung pur – nicht nur auf dem Rasen, sondern auch an der Seitenlinie, wo ein RWE-Assistent für Diskussionsstoff sorgt.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration