Fans drehen Rücken zu: 1. FC Saarbrücken entgeht knapp der Blamage in Schweinfurt
Saarbrücken entgeht Blamage - Fans drehen Rücken zu

Fans wenden sich ab: Saarbrücken entgeht haarscharf der Keller-Blamage

Der 1. FC Saarbrücken hat am Samstagabend in der 3. Fußball-Liga eine peinliche Niederlage beim abgeschlagenen Tabellenletzten Schweinfurt 05 nur knapp vermieden. Durch zwei späte Tore in der Schlussphase retteten die Saarländer noch einen 2:2-Unentschieden, doch die rund 700 mitgereisten Anhänger bestraften die enttäuschende Leistung ihrer Mannschaft mit demonstrativer Ablehnung.

Starker Start, bitteres Nachlassen

FCS-Trainer Argirios Giannikis hatte seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 in Ulm auf zwei Positionen umgestellt. Nach seiner Gelbsperre kehrte Bretschneider zurück, Brünker nach überstandenem Infekt. Der FCS begann die Partie tatsächlich mit gutem Druck, doch Bretschneider schoss aus freier Position über das Tor (9. Minute), und auch Elongo-Yombo scheiterte aus aussichtsreicher Position am Schweinfurter Keeper Stahl.

Kapitän Patrick Sontheimer analysierte nach dem Spiel: „Natürlich müssen wir diese Chancen verwerten. Wenn du sie nicht machst, wird es natürlich sehr schwierig.“ Statt die Führung zu erzielen, ließ der Favorit nach und wurde bestraft. Im Nachstochern traf Shuranov zum 1:0 (30. Minute). Wenig später war es erneut Shuranov, der aus etwa 20 Metern zum 2:0 ins Eck schlenzte – dabei sah FCS-Keeper Menzel nicht gut aus (43. Minute).

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Trainer Giannikis sauer, aber sieht Sturmlauf

Trainer Giannikis zeigte sich verärgert über die erste Halbzeit: „Über die erste Halbzeit wird zu reden sein.“ Im zweiten Durchgang folgte dann ein einziger Sturmlauf des FCS, der jedoch teilweise lächerlich zu Ende gespielt wurde. Der Tiefpunkt war die Chance des eingewechselten Baumann, der aus nur zwei Metern den Ball übers leere Tor schoss (71. Minute).

Zu Baumanns Ehrenrettung muss gesagt werden: Kurz vor dem Kontakt sprang der Ball auf dem schlechten Platz tückisch auf – blöd sah es trotzdem aus. Die Saarbrücker Fans begannen bereits, sich abzuwenden, doch dann traf der FCS doch noch. Eine Flanke von Tim Civeja drehte sich am Innenpfosten zum 1:2 ins Tor (87. Minute).

Vasiliadis rettet Punkt in letzter Sekunde

Und dann war es der ebenfalls eingewechselte Sebastian Vasiliadis, der in der fünften Minute der Nachspielzeit per Kopf zum 2:2 einnetzte. So entging Saarbrücken der Mega-Blamage, hatte aber vorerst die Liebe der eigenen Fans verloren. Nach dem Schlusspfiff kam die Mannschaft wie üblich in die Gästekurve – die rund 700 mitgereisten Anhänger drehten ihnen demonstrativ den Rücken zu.

Giannikis realisierte die Problematik: „Das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen, wir müssen schauen, dass es nicht ertrinkt.“ Mit dem einen Punkt behalten die Saarländer fünf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Am Mittwoch kommt Wehen Wiesbaden in den Ludwigspark – eine Möglichkeit, die Liebe der Anhänger zurückzugewinnen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration