Völlig verrücktes Derby: Sané-Ärger und Ederson-Rot in Istanbul
Sané-Ärger und Ederson-Rot in Istanbul-Derby

In Istanbul hat sich ein völlig verrücktes Derby zwischen Galatasaray Istanbul und Fenerbahce abgespielt. Die Partie endete 3:0 (1:0) für Galatasaray, das damit kurz vor der türkischen Meisterschaft steht.

Schiedsrichter im Fokus

Im Mittelpunkt stand der Unparteiische Abdullah Özkara, der mehrere schwere Entscheidungen treffen musste. Den traurigen Höhepunkt lieferte Ex-Manchester-City-Keeper Ederson im Fenerbahce-Tor, der aufgrund einer dummen Aktion vom Platz flog.

Sané wird Elfmeter und Assist verweigert

Der größte Aufreger in der ersten Hälfte betraf Nationalspieler Leroy Sané, der nach einem Kontakt von Dorgeles Nene Strafstoß forderte (23.). In der Tat berührte der Gäste-Akteur den Deutschen, für den Referee und den VAR reichte das allerdings nicht aus.

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Noch vor der Pause brachte Victor Osimhen die Gastgeber in Führung (40.). Nach einem verlängerten Einwurf von Mario Lemina verarbeitete der Angreifer das Leder gekonnt und bugsierte es im Anschluss mit dem Knie in die Maschen zur Gala-Führung. Kurios: Wenige Sekunden zuvor hatte sich der Nigerianer noch wegen eines nicht gegebenen Foulelfmeters beschwert.

In der zweiten Hälfte nahm der VAR einen weiteren Gala-Treffer durch Lucas Torreira wegen Abseits zurück (57.). Sané hatte die Vorarbeit geliefert. Kurz darauf der nächste kollektive Aufschrei: Diesmal war Yunus Akgün nach einem Kontakt von Fenerbahces Jayden Oosterwolde im Sechzehner zu Boden gegangen. Und diesmal gab es auch keine Einwände und den Elfmeter (61.).

Ederson fliegt vom Platz

Danach wurde es turbulent. Der bereits gelbverwarnte Fenerbahce-Keeper Ederson, der im ersten Abschnitt bei einer Rangelei nach dem nicht gegebenen Sané-Elfmeter Gelb gesehen hatte, verzögerte trotz mehrfacher Aufforderung des Unparteiischen die Ausführung des Elfmeters. Im Anschluss spuckte er provokant auf den Boden. Der Referee zögerte keine Sekunde und schickte den ehemaligen City-Keeper vorzeitig zum Duschen (62.). Beim Abgang baute er sich bedrohlich vor dem Unparteiischen auf und brüllte ihm ins Ohr, bis seine Mitspieler ihn vom Platz begleiteten.

Baris Yilmaz ließ sich vom Trubel nicht beeindrucken. Er trat an und verwandelte den Strafstoß zum 2:0 (67.). Danach war die Messe gelesen und auch der Unparteiische trat in den Hintergrund. Torreira machte nach einem dicken Patzer von Fenerbahces eingewechseltem Ersatzkeeper Mert Günok den Deckel drauf (83.).

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