Der 1. FC Magdeburg steckt mitten im Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Vor den beiden entscheidenden Partien gegen Holstein Kiel und den letzten Spieltag plagen den Verein plötzlich Personalsorgen. Eine Erkältungswelle hat den Kader erfasst und sorgt für Unsicherheit.
Trainer Sander zeigt sich verärgert
Trainer Petrik Sander (65) wollte vor dem Auswärtsspiel am Samstag (13 Uhr) in Kiel keine genauen Namen nennen. Auch die Anzahl der betroffenen Spieler blieb unklar. Die Trainingseinheiten fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, sodass die Außenwelt nur spekulieren kann, wie schwer der FCM tatsächlich betroffen ist.
Sander reagierte mit Unverständnis auf die Situation: „Für diese Sache tragen die Spieler die Verantwortung. Infektionswellen hin oder her. Es ist schon deutlich zu erkennen, wie Spieler zum Training kommen. Manchmal glaube ich, der Wetterbericht ist nicht so ihr Ding. Sie denken: Gestern war es warm, also muss es heute auch warm sein. In einer größeren Gruppe herrscht nun mal immer eine gewisse Ansteckungsgefahr.“
Kritik an der Einstellung der Profis
Der Trainer übt deutliche Kritik an seinen erwachsenen Profis. Er möchte nicht den Erziehungsberechtigten spielen müssen. Sander erklärte: „Wenn wir jetzt damit anfangen würden, dann wäre es sehr spät oder zu spät. Entweder kriegt man es mit oder nicht. Manchmal muss ich da den Kopf schütteln.“
Trotz der angespannten Lage hofft Sander auf einen schlagkräftigen Kader in Kiel. Der Gegner hat den Klassenerhalt bereits sicher und geht befreit in die Partie. Sander sagte: „Das ist schon eine Befreiung, wenn man sein Ziel erreicht hat. Und dann kann man davon ausgehen, dass sie viel probieren werden und vielleicht mit mehr Mut ins Spiel gehen. Aber das kann uns egal sein. Es wird auch in Kiel so sein, dass wir unser Spiel aufziehen wollen.“
Die Magdeburger müssen nun alles daran setzen, die Erkältungswelle zu überstehen und in Kiel zu punkten. Ein Sieg wäre ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt.



