Sarr: Dachte bei erstem Treffen, Flick sei ein Betreuer
Sarr: Dachte, Flick sei ein Betreuer

Bouna Sarr blickt auf seine Zeit beim FC Bayern München zurück und hat dabei einige kuriose Anekdoten über Julian Nagelsmann, Hansi Flick und Joshua Kimmich parat. Der 34-jährige Senegalese spielte von 2020 bis 2024 für den deutschen Rekordmeister und wechselte anschließend zum FC Metz, wo er im Februar 2026 nach 833 Tagen Pause sein Comeback im Profifußball feierte.

Erste Begegnung mit Hansi Flick

Eine der skurrilsten Geschichten betrifft Hansi Flick, den damaligen Trainer des FC Bayern. Bei einem Freundschaftsspiel im Juli 2020 zwischen Olympique Marseille und Bayern München, kurz vor dem Champions-League-Finalturnier, streckte Flick Sarr in der Halbzeit die Hand entgegen und sagte: „Top-Spieler!“ Sarr jedoch hielt Flick für einen Betreuer und reagierte zurückhaltend. „Später habe ich gesehen, dass es der Trainer des FC Bayern war, der die Champions League gewonnen hat!“, erzählte Sarr lachend im Interview mit L’Équipe. Kurz vor seinem ersten offiziellen Training bei den Bayern umarmte Flick ihn dann und sagte: „Ich habe dich geholt, damit du spielst. Ich bin wirklich froh, dass du bei uns bist. Mach dir keinen Druck.“

Nagelsmanns Training: Eine Herausforderung für den Geist

Auch Julian Nagelsmann, der damalige Bayern-Coach und heutige Bundestrainer, hinterließ Eindruck. Auf die Frage nach der am schwersten zu verstehenden Trainingseinheit nannte Sarr eine Übung mit Ballannahmen und Pässen, bei der ständig der Partner und die Laufrichtung gewechselt werden mussten. „Ich habe aufgegeben, weil mein Gehirn mir sagte: ‚Auch wenn du versuchst, es zu verstehen, heute schaffst du es nicht!‘ Es war auch taktisch, denn man musste sich je nach Zielspieler und Ball positionieren, aber mit variabler Geometrie. Manchmal landete ich am richtigen Ort und beim richtigen Spieler, aber oft auch nicht. Und der Trainer brach die Übung ab.“

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Beeindruckt vom ersten Training

Sein erstes Bayern-Training im Oktober 2020, direkt nach seinem Wechsel von Marseille, war ebenfalls prägend. „Mich hat die Ernsthaftigkeit und das Engagement aller Spieler beeindruckt. Man spürt wirklich, dass sie da sind, um zu gewinnen. Es gibt kein Aufwärmen, man ist nicht da, um sich vorzubereiten, sondern um bereits bereit zu sein!“, erinnerte sich Sarr.

Kimmich als Messlatte beim Vameval-Test

Eine weitere Anekdote dreht sich um Joshua Kimmich und den sogenannten Vameval-Test, bei dem die maximale aerobe Geschwindigkeit gemessen wird. Sarr hatte bei seinen früheren Klubs stets die Nase vorn und machte sich Sorgen, dass ihn jemand übertreffen könnte. „Ich fragte: ‚Wer ist der Beste?‘ Man antwortete mir: Joshua Kimmich. Als er davon erfuhr, kam er zu mir und wir haben darüber gelacht.“ Sarr gewann den Test und sicherte sich damit den Respekt der Mannschaft.

Schwierige Zeit nach Bayern

Nach seinem Vertragsende bei Bayern im Sommer 2024 fand Sarr zunächst keinen neuen Klub. Der dreimalige deutsche Meister gab jedoch nicht auf, hielt sich weitgehend allein fit und trainierte gelegentlich in Gruppen. Nach 19 Monaten Vereinslosigkeit meldete sich sein ehemaliger Klub FC Metz und stattete ihn im Februar 2026 mit einem Vertrag bis zum Saisonende aus.

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