Schalke 04 erzielt erneut positives Halbjahresergebnis
Der Fußball-Zweitligist Schalke 04 hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/2026 erneut schwarze Zahlen geschrieben. Wie der Verein am Dienstag offiziell mitteilte, erwirtschafteten die Königsblauen zwischen Juli und Dezember 2025 einen Konzernüberschuss von 2,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei 6,6 Millionen Euro, was einen deutlichen Rückgang markiert.
Umsatzentwicklung und Gründe für den Rückgang
Der Gesamtumsatz des Vereins belief sich im Berichtszeitraum auf 83,5 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 95,0 Millionen Euro. Laut Vereinsangaben ist dieser Rückgang vor allem auf weniger Sonderveranstaltungen in der Veltins-Arena zurückzuführen. In der multifunktionalen Arena finden neben den Fußballspielen der Zweiten Bundesliga auch Konzerte und andere Großveranstaltungen statt, die in diesem Halbjahr jedoch in geringerem Umfang stattfanden.
Positiv entwickelten sich dagegen die Bereiche Sponsoring und Merchandising. Im Sponsoring verbuchte Schalke 04 Einnahmen in Höhe von 20,4 Millionen Euro, während das Merchandising einen Umsatz von 11,2 Millionen Euro generierte. Diese Steigerungen zeigen, dass der Verein erfolgreich an seiner Markenstärke arbeitet und die Loyalität der Fans monetarisiert.
Finanzielle Stabilisierung und Schuldenabbau
Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers kommentierte das Ergebnis als „absolut im Rahmen unserer Erwartungen“ liegend. Sie verwies zudem auf deutliche Fortschritte bei der wirtschaftlichen Stabilisierung des Klubs. Ein wichtiger Meilenstein war die vollständige Rückzahlung von zwei staatlich abgesicherten Darlehen über mehr als 25,4 Millionen Euro.
Darüber hinaus trieb Schalke 04 seine finanzielle Konsolidierung weiter voran. Der Verein löste einen Konsortialkredit sowie ein Corona-Darlehen vorzeitig ab. Grundlage für diese Maßnahmen war die erfolgreiche Platzierung einer neuen Anleihe mit einem Volumen von 90 Millionen Euro. Diese strategischen Schritte stärken die Liquidität und verbessern die langfristige Finanzstruktur.
Entwicklung des Eigenkapitals und Ausblick
Das negative Eigenkapital des Vereins konnte auf 96,6 Millionen Euro verringert werden. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 betrug dieses noch knapp 110 Millionen Euro. Finanzvorständin Rühl-Hamers betonte, dass Schalke 04 „die Eigenkapitalregel der DFL auch für 2025 erfüllen“ werde. Dies wird auch durch eine Anpassung der DFL-Lizenzierungsordnung ermöglicht, die dem Verein zusätzlichen Spielraum gewährt.
Für das Gesamtjahr 2025/2026 prognostiziert Schalke 04 im Falle eines Verbleibs in der Zweiten Bundesliga ein ausgeglichenes Ergebnis bis hin zu einem Gewinn im einstelligen Millionenbereich. Sollte der Aufstieg in die Bundesliga gelingen, rechnet der Verein dagegen mit einem leichten Minus oder einem ausgeglichenen Ergebnis. Grund hierfür sind voraussichtlich zusätzliche Kosten, die mit dem Erstligabetrieb verbunden sind, wie etwa höhere Spielergehälter und Investitionen in die Infrastruktur.
Insgesamt zeigt die Halbjahresbilanz, dass Schalke 04 trotz sportlicher Herausforderungen in der Zweiten Liga auf einem soliden wirtschaftlichen Kurs ist. Die kontinuierliche Reduzierung der Schuldenlast und die Stabilisierung der Kernumsätze sind entscheidende Schritte, um den Verein langfristig wettbewerbsfähig zu halten.



