Schiri-Organisation verurteilt Kölns Stadionsprecher nach umstrittenen Kommentaren
Schiri-Organisation kritisiert Kölns Stadionsprecher scharf

Schiri-Organisation verurteilt Kölns Stadionsprecher nach umstrittenen Kommentaren

Die Organisation der Schiedsrichter im deutschen Profifußball hat den Stadionsprecher des 1. FC Köln nach dessen kontroversen Äußerungen beim Bundesliga-Spiel gegen Borussia Dortmund scharf kritisiert. Die DFB Schiri GmbH bezeichnete die Kommentare über die Stadionmikrofone als "inakzeptabel" und betonte, dass solche öffentlichen Anschuldigungen nicht toleriert werden können.

Kritik an Schiedsrichter Daniel Siebert

Der Kölner Stadionsprecher Michael Trippel hatte am Samstagabend nach dem 1:2 gegen Borussia Dortmund die Fans mit seinen Äußerungen gegen Schiedsrichter Daniel Siebert und dessen Team aufgehetzt. "Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt", erklärte die Schiri-Organisation in einer offiziellen Stellungnahme.

Trippel hatte insbesondere zwei Situationen scharf kritisiert:

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  • Ein nicht geahndetes Handspiel von Dortmunds Yan Couto in der 95. Minute, das er als "klares Handspiel" bezeichnete
  • Die Rote Karte für Kölns Jahmai Simpson-Pusey in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, die er mit den Worten "Pfui. Widerlich" kommentierte

Schiri GmbH räumt Fehler ein

Interessanterweise bestätigte die DFB Schiri GmbH am Tag nach dem Spiel, dass es sich bei der Handspiel-Szene tatsächlich um ein strafbares Handspiel gehandelt habe. Die Organisation räumte ein, dass ein Strafstoß für den 1. FC Köln hätte gegeben werden müssen. Diese Einräumung ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Kritik an Trippels Verhalten.

Mögliche Konsequenzen für Stadionsprecher

Ob Michael Trippel nun disziplinarische Konsequenzen vom Deutschen Fußball-Bund oder seinem eigenen Verein drohen, bleibt vorerst unklar. Kölns Sportchef Thomas Kessler hatte den Stadionsprecher bereits unmittelbar nach dem Spiel für sein Verhalten gerügt und Gespräche angekündigt. Bis Sonntagmittag hatten diese Gespräche nach Angaben des Vereins jedoch noch nicht stattgefunden.

Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen zur Rolle von Stadionsprechern im Profifußball auf und zeigt, wie emotional geladen die Diskussionen um Schiedsrichterentscheidungen in der Bundesliga sein können. Die DFB Schiri GmbH betonte abschließend, dass Respekt gegenüber den Unparteiischen oberste Priorität haben müsse, unabhängig von einzelnen Fehlentscheidungen.

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