Schweizer Nationalteam mit starker Bundesliga-Präsenz zum WM-Jahresauftakt
Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft geht mit einer beachtlichen Deutschland-Connection in die ersten Länderspiele des WM-Jahres. Nationaltrainer Murat Yakin hat für die Begegnungen gegen Deutschland und Norwegen insgesamt acht Spieler aus der Bundesliga in seinen 26-köpfigen Kader berufen. Die Auswahl stellt sich damit am 27. März in Basel der DFB-Elf und vier Tage später in Oslo Norwegen entgegen.
Acht Bundesligisten im Schweizer Aufgebot vertreten
Das Schweizer Aufgebot vereint Profis von acht verschiedenen deutschen Erstligisten. Im Tor steht Gregor Kobel von Borussia Dortmund. In der Abwehr kommen Aurèle Amenda von Eintracht Frankfurt, Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach, Luca Jaquez vom VfB Stuttgart, Miro Muheim vom Hamburger SV und Silvan Widmer vom 1. FSV Mainz 05 zum Einsatz. Im offensiven Bereich komplettieren Johan Manzambi vom SC Freiburg und Fabian Rieder vom FC Augsburg die Deutschland-Legionäre.
Angeführt wird das erfahrene Aufgebot, in dem kein Neuling steht, von Kapitän Granit Xhaka. Der ehemalige Bundesliga-Profi, der aktuell für AFC Sunderland spielt, übernahm die Führungsrolle. Auch weitere ehemalige Bundesliga-Spieler wie Manuel Akanji von Inter Mailand und Breel Embolo von Stade Rennes gehören dem Kader an.
Yakin zeigt sich optimistisch und fokussiert
Nationaltrainer Murat Yakin äußerte sich positiv über die anstehenden Herausforderungen: „Wir freuen uns, gegen zwei Topteams in Europa zu spielen.“ Die Mannschaft könne ohne Verletzungssorgen in das ausverkaufte Spiel gegen Deutschland gehen. Besonders erfreulich sei die rechtzeitige Genesung von Kapitän Granit Xhaka von seiner Knöchelverletzung. „Granit ist ein Kämpfer. Er kennt seinen Körper und weiß, was es braucht. Wir brauchen ihn“, betonte Yakin.
Bei der Kaderpräsentation wurden auch politische Themen angesprochen, insbesondere mögliche Auswirkungen auf die bevorstehende Weltmeisterschaft. Yakin verwies auf die bisherige Haltung seines Verbandes: „Wir sind in der Vergangenheit immer gut gefahren damit, dass wir Sport und Politik trennen können.“ Gleichzeitig zeigte er sich betroffen von aktuellen Entwicklungen: „Klar sind wir alle betrübt und traurig darüber, was passiert, aber wir können uns nur auf unsere Aufgabe fokussieren.“ Der Trainer äußerte die Hoffnung, dass alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen für die Teams getroffen werden.
Verbandssprecher Adrian Arnold unterstrich diese Position und verwies darauf, dass politische Fragen von der Verbandsführung behandelt werden. „Wir sind ein Fußballverband und in der Pflicht, dass sich die Spieler sportlich vorbereiten können“, so Arnold, der damit an die Haltung während der WM 2022 in Katar erinnerte.
Die Schweizer Mannschaft präsentiert sich damit gut aufgestellt für den Auftakt des WM-Jahres. Mit einer Mischung aus Bundesliga-Erfahrung und internationaler Klasse wollen die Eidgenossen gegen den vierfachen Weltmeister Deutschland und gegen Norwegen überzeugen.



