Seifenkistenrennen in Pasewalk: Woba-Team siegt mit Hundertstel-Differenz
Seifenkistenrennen: Woba-Team siegt mit Hundertstel

Das Team der Wohnungsbaugesellschaft (Woba) hat beim 20. Seifenkistenrennen in Pasewalk den Sieg errungen. Die Piloten Luca und Stefani lagen mit ihrer Schätzung vor der Siegerehrung daneben: Sie hatten sich auf dem 12. oder 13. Platz verortet, doch am Ende holten sie den ersten Platz bei ihrem allerersten Start. Die Veranstaltung wird seit 2004 von der Pasewalker Feuerwehr und dem THW-Ortsverband organisiert.

Minimale Differenz entscheidet

„Nein, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet“, sagte Stefani Bias, Auszubildende bei der Woba. Die Differenz zwischen dem ersten und zweiten Wertungslauf betrug nur eine Hundertstelsekunde: 22,63 Sekunden im ersten Lauf, 22,64 Sekunden im zweiten. Zum Vergleich: Der Abstand des Siegerteams im Vorjahr, dem Werkstattwagen aus Klockow, lag bei 0,15 Sekunden.

Insgesamt standen 26 Teams auf der Startliste. Die Wertung sorgt dafür, dass alle eine realistische Chance auf den Sieg haben – unabhängig von Alter oder Bauart der Kiste. Denn nicht die schnellste Kiste gewinnt, sondern die mit dem geringsten Abstand zwischen den beiden Läufen. „Das kann man nicht trainieren“, meinte Jugendwart Veit Gräfenhain von der Damerower Feuerwehr, die zwei Teams ins Rennen schickte.

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Kreativität und Sympathiepreise

Die „Keksdose“ aus Damerow mit den Pilotinnen Janina und Anni holte einen der beiden Sympathiepreise für die „coolste Kiste“. Bei ihrer Fahrt ließen sie Konfetti regnen. Der andere Preis ging an das Team Parkspatzen, auf dessen Motorhaube ein kleines Vogelnest mit zwei Spatzen montiert war.

Platz zwei sicherte sich die Kiste „Stadtwerke Prenzlau“ von der Feuerwehr Klockow. Ortswehrführer Michel Preschel erklärte, dass die Stadtwerke Sponsor seien. Zum vierten Mal sei man dabei, in diesem Jahr mit neun Kindern und Jugendlichen und fünf Seifenkisten. „Es geht nicht um die Platzierung. Die Kinder sollen Spaß haben“, betonte Preschel.

Platz drei ging an das Team Elisas/PW ES 224, wobei ES für Elias Schwandt und 224 für seinen Geburtstag stehen. „Wir sind froh, dass wir dreimal heil heruntergekommen sind“, sagte Papa Mario Rzepka. Die Kiste wurde von Elias’ Opa Camillo Schwandt gebaut.

Erstteilnehmer und Technik

Erstmals dabei war die Jugendfeuerwehr Papendorf. Wehrführer Cornell Albrecht hatte die Kiste auf einem Pfingstflohmarkt entdeckt und sofort gekauft. Die Papendorfer Piloten Dennis, Lucas und Cury wurden lautstark von Sharon Goodridge angefeuert. „Das ist eine schöne Sache hier“, meinte sie.

Vor dem Start waren Pasewalks Wehrführer Marco Freuer und THW-Ortsbeauftragter Wolfgang Hahn für die technische Abnahme zuständig. „Die Kisten waren alle in einem guten Zustand“, sagte Freuer. Schade sei, dass die Pasewalker Jugendwehr zum zweiten Lauf nicht antreten konnte – die Lenkung war gerissen.

Das Rennen begann mit leichter Verspätung, da die Feuerwehr gegen 9 Uhr zu einem Brandeinsatz ausrücken musste. Jede Mannschaft erhielt einen Pokal und eine Urkunde. Zusätzlich wurden die beiden coolsten Kisten ausgezeichnet.

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