Bayerns Jackson trifft: Senegal feiert Sieg trotz aberkannter Afrika-Cup-Trophäe
Senegal feiert Sieg mit aberkannter Afrika-Cup-Trophäe

Senegal feiert Sieg mit umstrittener Trophäen-Präsentation

Im Stade de France in Paris hat sich am Wochenende eine außergewöhnliche Szene abgespielt: Die senegalesische Fußballnationalmannschaft präsentierte vor ihrem Länderspiel gegen Peru stolz die Trophäe des Afrika-Cups – obwohl der Kontinentalverband CAF Senegal den Titel erst kürzlich aberkannt und Marokko nachträglich zum Sieger erklärt hatte. Diese symbolische Geste unterstrich die Entschlossenheit des westafrikanischen Landes, gegen die umstrittene Entscheidung vorzugehen.

Jackson eröffnet den Torreigen für Senegal

Das sportliche Geschehen auf dem Platz lieferte Bayern-München-Stürmer Nicolas Jackson, der in der 41. Minute das wichtige 1:0 für Senegal erzielte. Nach der Pause erhöhte Ismaila Sarr in der 54. Minute auf 2:0, was den klaren Sieg der Afrikaner besiegelte. Dies war das erste Länderspiel Senegals seit dem kontroversen Finale des Afrika-Cups im Januar, das ursprünglich zugunsten Senegals entschieden worden war.

Emotionale Ehrenrunde mit umstrittener Trophäe

Bereits lange vor dem Anpfiff strömten Tausende senegalesische Fans ins Stadion, um ihre Nationalmannschaft zu unterstützen. Nach einer emotionalen Ehrenrunde, bei der die Spieler die aberkannte Trophäe präsentierten, platzierten Kapitän Kalidou Koulibaly und Torhüter Edouard Mendy den Pokal demonstrativ auf der Tribüne bei Verbandspräsident Abdoulaye Fall. Die Veranstaltung wurde durch ein Konzert eines senegalesischen Künstlers abgerundet und verdeutlichte die Entschlossenheit des gesamten Verbandes.

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Verbandspräsident spricht von „administrativem Raubüberfall“

Verbandspräsident Fall hatte bereits am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Paris deutliche Worte gefunden: Er bezeichnete die Aberkennung des Titels als „administrativen Raubüberfall, dem gröbsten in der Geschichte unseres Sports“. Gleichzeitig betonte er: „Senegal weigert sich, das als gegeben hinzunehmen.“ Ein Anwalt des senegalesischen Verbandes erklärte zudem, es gebe keine rechtliche Verpflichtung zur Rückgabe von Medaillen oder der Trophäe.

Rechtlicher Streit beim Internationalen Sportgerichtshof

Der senegalesische Fußballverband hat mittlerweile offiziell Einspruch beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt. CAS-Generaldirektor Matthieu Reeb versicherte: „Wir verstehen, dass Teams und Fans gespannt auf die endgültige Entscheidung warten, und wir werden sicherstellen, dass das Schiedsverfahren so zügig wie möglich durchgeführt wird, wobei das Recht aller Parteien auf ein faires Verfahren gewahrt bleibt.“ Der Verband kündigte zudem eine Korruptionsbeschwerde gegen mehrere Personen an.

Hintergrund der Kontroverse ist das Afrika-Cup-Finale, das Senegal ursprünglich gewonnen hatte, nachdem das Team zwischenzeitlich aus Protest gegen eine Schiedsrichterentscheidung den Platz verlassen hatte. Die CAF wertete die Partie daraufhin als Niederlage und gab einer Berufung Marokkos statt. Nun liegt die endgültige Entscheidung beim CAS, während Senegal weiterhin für seinen vermeintlichen Titel kämpft.

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