Trotz Kaltstart und Winterchaos: Oberligist Siedenbollentin brennt für Fußball
Siedenbollentin trotzt Winterchaos mit Fußball-Leidenschaft

Winterchaos in der Oberliga: Siedenbollentin trotzt widrigen Bedingungen

Während in der Fußball-Oberliga zahlreiche Partien den winterlichen Wetterkapriolen zum Opfer fallen, bereitet sich der SV Siedenbollentin mit ungebrochenem Enthusiasmus auf das mögliche Spiel bei Eintracht Mahlsdorf vor. Für Sonntag ist die Begegnung auf dem Kunstrasenplatz angesetzt, doch ein letztes Fragezeichen schwebt über der Partie, da kurzfristige Absagen in dieser Jahreszeit stets möglich bleiben.

Gelassenheit trotz Trainingschaos

Trainer Christoph Haker begegnet den Unwägbarkeiten des Fußballwinters mit bemerkenswerter Gelassenheit und einer Prise Humor. „Es ist eben Winter, nur kennen das viele einfach nicht mehr. Und dann gibt es manchmal auch so ein Wetter“, erklärt der Coach des Oberliga-Aufsteigers. Diese philosophische Haltung täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte erheblich beeinträchtigt wurde. „Klar hätten wir gern vernünftig trainiert“, räumt Haker ein.

Die drei regulären Plätze in Siedenbollentin sind seit Wochen unbespielbar, was die Mannschaft um Torjäger Daniel Eidtner in die beengte Sporthalle zwang. „Weil die Halle sehr klein ist, kannst du natürlich keine Fußball-spezifischen Dinge trainieren“, bedauert der Trainer die eingeschränkten Möglichkeiten.

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Kreative Trainingslösungen und Testspiele

Als willkommene Abwechslung erwiesen sich daher die von Neu-Physiotherapeut Erik Hellmuth organisierten Ausflüge in den Sport- und Gesundheitspark Otto nach Neubrandenburg. Beim intensiven Kraftkreis-Training und auf den Spinning-Rädern kamen die Kicker ordentlich ins Schwitzen, ohne dass der Spaßfaktor zu kurz kam.

Bereits Ende Januar und Anfang Februar konnte der Verein zudem wichtige Testspiele gegen die Regionalligisten aus Lübeck absolvieren. Gegen den 1. FC Phönix unterlag man mit 0:6, während das Duell mit dem VfB Lübeck mit 1:3 endete. Diese Wettkampfpraxis erweist sich als wertvoll für die kommenden Herausforderungen.

Personelle Engpässe vor Mahlsdorf-Duell

Für das mögliche Spiel in Mahlsdorf muss der SV Siedenbollentin auf mehrere Schlüsselspieler verzichten. Torjäger Daniel Eidtner, der bereits 13 Saisontreffer erzielt hat, muss seine fünfte Gelbe Karte absitzen. Zusätzlich fehlen die verletzten Patryk Galoch, Leon Gehrt und Arkadiusz Czarnecki.

Das Hinspiel am zweiten Spieltag hatte der Aufsteiger mit 1:4 verloren. „Damals haben wir viele Fehler gemacht, die man in der Oberliga nicht machen darf und die gleich bestraft werden“, analysiert Trainer Haker rückblickend. Trotz dieser personellen und vorbereitungstechnischen Herausforderungen bleibt die Motivation ungebrochen.

Ungebrochener Spielwille trotz Kaltstart

„Stand jetzt soll gespielt werden“, betont Christoph Haker, der sich auf die Begegnung freuen würde. „Wir möchten gern spielen, die Jungs haben einfach Bock. Auch wenn es für uns ein Kaltstart wäre.“ Diese Einstellung charakterisiert die Mentalität der Mannschaft, die trotz winterlicher Widrigkeiten und holpriger Vorbereitung mit vollem Einsatz in die Rückrunde starten möchte.

Die Partie gegen Eintracht Mahlsdorf stellt nicht nur eine sportliche Herausforderung dar, sondern auch einen Beweis für die Anpassungsfähigkeit und Leidenschaft des Oberligisten aus Siedenbollentin. Ob der Ball tatsächlich rollen wird, bleibt bis zum letzten Moment spannend, doch die Bereitschaft der Mannschaft steht außer Frage.

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