Fußball-WM: Spanien blamiert sich mit 0:0 gegen Kap Verde
Spanien blamiert sich mit 0:0 gegen Kap Verde

Fußball-WM: Spanien blamiert sich krachend gegen Kap Verde

Die Fußball-Weltmeisterschaft hat ihre erste große Sensation erlebt. Der haushohe Favorit Spanien ist im Auftaktspiel gegen den krassen Außenseiter Kap Verde nicht über ein 0:0 hinausgekommen und hat damit einen Fehlstart in das Turnier hingelegt. Die Partie in Atlanta war geprägt von einer enttäuschenden Vorstellung der Spanier, die trotz deutlicher Ballbesitzvorteile kaum zwingende Torchancen herausspielen konnten. Für Kap Verde, den Turnierneuling, ist der Punktgewinn hingegen ein historischer Erfolg – der erste Punkt bei einer WM-Endrunde überhaupt.

Spanien zeigt sich ideenlos

Die Mannschaft von Trainer Luis de la Fuente wirkte über weite Strecken harmlos und ideenlos. Vor allem in der ersten Halbzeit fehlte es an Kreativität und Tempo, was auch daran lag, dass de la Fuente zunächst auf Superstar Lamine Yamal und Nico Williams verzichtete, die beide angeschlagen waren. Erst in der 71. Minute brachte der Coach Yamal für Gavi, doch auch der Jungstar konnte die Offensive nicht entscheidend beleben. Die Spanier hatten zwar optisch das Übergewicht, doch Kap Verde verteidigte leidenschaftlich und ließ kaum gefährliche Aktionen zu.

Kap Verde feiert historischen Punkt

Für Kap Verde, das mit rund 500.000 Einwohnern das drittkleinste WM-Teilnehmerland ist, ist das Unentschieden gegen den Weltranglistendritten der größte Erfolg der Verbandsgeschichte. Trainer Pedro Leitao Brito hatte vor der Partie angekündigt, mutig aufzutreten, und sein Team setzte dies beeindruckend um. Torhüter Vozinha, mit 40 Jahren der älteste Spieler im Turnier, avancierte zum Helden, als er mehrere gute Chancen der Spanier vereitelte. Insbesondere in der Schlussphase der ersten Halbzeit zeigte er starke Paraden gegen Ferran Torres und Aymeric Laporte.

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Spanien droht frühes WM-Aus

Für Spanien ist das Ergebnis eine herbe Enttäuschung, denn das Team zählt zu den Topfavoriten auf den Titel. Nach dem Triumph 2010 in Südafrika hat Spanien bei den folgenden WM-Turnieren jedoch stets früh die Segel streichen müssen: 2014 als Titelverteidiger in der Vorrunde, 2018 im Achtelfinale gegen Russland und 2022 ebenfalls im Achtelfinale gegen Marokko. Nun droht erneut ein frühes Aus, denn in der Gruppe H warten mit Saudi-Arabien und Uruguay weitere schwierige Gegner. Am Sonntag trifft Spanien auf Saudi-Arabien, bevor es zum Abschluss gegen Uruguay geht.

Fazit: Spanien muss sich steigern

Die spanische Mannschaft muss sich deutlich steigern, wenn sie die Gruppenphase überstehen will. Die mangelnde Durchschlagskraft im Angriff und die fehlende Kreativität sind alarmierend. Trainer de la Fuente wird in den kommenden Tagen an der Offensive feilen müssen, um gegen Saudi-Arabien und Uruguay konkurrenzfähig zu sein. Kap Verde hingegen kann stolz auf diesen Punktgewinn sein und hat bewiesen, dass man auch gegen die Großen des Fußballs bestehen kann.

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