St. Pauli droht der Super-GAU: Abstieg der Profis und U23
St. Pauli vor dem Abstiegs-Double in 2. und 5. Liga

Dem FC St. Pauli droht ein historischer Super-GAU: Der Abstieg der Profi-Mannschaft in die 2. Bundesliga und gleichzeitig der Absturz der U23 in die Fünftklassigkeit. Nach dem enttäuschenden 1:1 gegen den Bremer SV kann die Nachwuchstruppe nur noch ein größeres Wunder retten. Die Mannschaft von Trainer Karsten Neitzel (58) müsste die letzten beiden Regionalliga-Partien gewinnen, darunter das Spiel gegen Meister und Drittliga-Aufsteiger Meppen, während Konkurrent Norderstedt, der fünf Punkte Vorsprung hat, beide Spiele verlieren müsste. Neitzel, ein erfahrener Ex-Bundesliga-Profi, zeigt sich realistisch: „Ich bin Realist.“

Profis in der Krise: Trend zeigt nach unten

Auch bei den Profis deutet der Trend in die gleiche Richtung – nach unten. Der letzte Sieg gelang am 28. Februar in Hoffenheim (1:0). Seitdem holte das Team von Trainer Alexander Blessin (52) in acht Bundesliga-Spielen nur drei Punkte und erzielte lediglich vier Tore. Selbst beim Schlusslicht Heidenheim (0:2) trafen die Kiezkicker nicht. Das war zuvor jedem Gegner an den 30 Spieltagen gelungen. Heidenheim (23 Punkte) verkürzte den Rückstand auf drei Punkte, und Wolfsburg (26 Punkte) zog aufgrund des besseren Torverhältnisses an St. Pauli (aktuell 17.) vorbei.

Entscheidungsspiele: Leipzig und Wolfsburg als Schlüssel

Im Gegensatz zum Nachwuchs haben es die Profis noch in der eigenen Hand. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) gastieren sie in Leipzig, eine Woche später folgt das vermutliche Alles-oder-nichts-Duell am Millerntor gegen Wolfsburg um die Relegation. Zunächst stehen jedoch die 90 Minuten in der Red-Bull-Arena an. Die Leipziger, die auf Champions-League-Kurs sind, nutzten in der Vorsaison ihre einzigen beiden Torschüsse vor der Pause (16., 35.) zum 2:0-Endstand. St. Pauli kassierte in Heidenheim (0:2) und gegen Mainz (1:2) jeweils mit dem ersten Angriff des Gegners ein Gegentor (2. bzw. 6. Minute) und war danach komplett aus dem Konzept.

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Das soll und darf sich in Leipzig auf keinen Fall wiederholen. Blessin fordert: „Es geht um eine dauerhafte Hab-Acht-Stellung und Klarheit in den Aktionen. Die ersten 15 Minuten gleich drin sein im Spiel. Es gibt immer Möglichkeiten und Räume, in denen müssen wir ihnen wehtun. Ein nicht eingeplanter Punkt oder Dreier ist auch in Leipzig möglich.“ In der Trainingswoche wurde nachgeschärft. Der Trainer erklärt: „Ich wollte einfach noch mal Energie reinbringen.“ Und zwar bei der Frage: „Wie komme ich in die Zweikämpfe? Wie schaffe ich engen Raum? Wie führe ich die Zweikämpfe dann auch aus?“ Für jeden gewonnenen Zweikampf soll die Mannschaft sich auch mehr abfeiern.

Unterstützung von den Rängen: 4800 Fans in Leipzig

An Unterstützung von den Rängen wird es nicht fehlen. In Leipzig werden mindestens 4800 Fans dabei sein. Blessin zeigt sich begeistert: „Wenn ich mitkriege, dass der ganze Block wieder ausverkauft ist, dann denke ich mir: Boah, fantastisch. Es freut mich, dass diese Unterstützung so extrem da ist. Die Jungs wollen da auch was zurückgeben.“ Auf ein Abstiegs-Double hat niemand Lust.

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