Die Saison begann verheißungsvoll für den FC St. Pauli, doch nun droht der Abstieg in die 2. Liga. Nach der 1:2-Pleite gegen Mainz 05 am vergangenen Wochenende findet sich das Team von Trainer Fabian Hürzeler auf dem 17. Tabellenplatz wieder. Die Hoffnung auf die Relegation schwindet zusehends. Wie konnte eine so vielversprechende Spielzeit derart ins Wanken geraten? Die Gründe sind vielfältig.
Verletzungspech und Formtief
Bereits früh in der Saison plagten den Kader zahlreiche Verletzungen. Leistungsträger fielen wochenlang aus, was die Stabilität der Mannschaft untergrub. Hinzu kam ein kollektives Formtief in der Rückrunde, das sich in einer Serie von Niederlagen niederschlug. Die Abwehr, einst das Prunkstück des Teams, offenbarte immer mehr Lücken.
Trainerwechsel und Taktikprobleme
Die Entlassung von Trainer Timo Schultz im November 2024 brachte nicht die erhoffte Wende. Sein Nachfolger Fabian Hürzeler konnte die Mannschaft nicht stabilisieren. Taktische Umstellungen führten zu Verwirrung statt zu neuen Impulsen. Die Offensive blieb harmlos, die Defensive anfällig. Die Spieler wirkten verunsichert und fanden nicht zu ihrer alten Stärke zurück.
Schwere Restprogramm und Konkurrenzstärke
Hinzu kommt ein schweres Restprogramm. Gegner wie der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund fordern alles ab. Gleichzeitig zeigten die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, wie der 1. FC Köln und der VfL Bochum, zuletzt starke Leistungen. Die Luft wird für St. Pauli immer dünner. Die Fans hoffen dennoch auf ein Wunder, doch die Realität sieht düster aus.
Die Saison 2025/26 könnte für den Kultclub aus Hamburg somit in einer herben Enttäuschung enden. Der Abstieg rückt immer näher, und die Zeit für eine Kehrtwende wird knapp.



