VfB Stuttgart besiegt RB Leipzig 1:0: Undav entscheidet sparsames Verfolgerduell
Stuttgart gegen Leipzig: Undav entscheidet Bundesliga-Duell

VfB Stuttgart festigt mit 1:0 gegen RB Leipzig Champions-League-Platz

In einem Bundesliga-Verfolgerduell der besonderen Art hat der VfB Stuttgart RB Leipzig mit 1:0 besiegt. Das einzige Tor des Spiels erzielte Torjäger Deniz Undav in der 56. Minute und besiegelte damit den wichtigen Heimsieg für die Schwaben.

Ein torarmes Spiel mit entscheidendem Moment

Die Partie zwischen dem Vierten und Fünften der Tabelle entwickelte sich entgegen den Erwartungen zu einem äußerst sparsamen Duell. Nur ein einziges Tor fiel am gesamten 26. Spieltag, was italienische Verhältnisse in die Bundesliga brachte. Der VfB Stuttgart konnte sich jedoch auf seinen zuverlässigen Torjäger Deniz Undav verlassen, der in der Rückrunde fast in jedem Spiel trifft.

Das entscheidende Tor entstand durch einen folgenschweren Fehler von RB-Torwart Maarten Vandevoort, der einen katastrophalen Fehlpass in die Füße von Chris Führich spielte. Dieser legte perfekt auf den heraneilenden Undav vor, der souverän zum 1:0 einschob. Damit erhöhte Undav seine Torausbeute in dieser Saison auf 16 Treffer.

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Champions-League-Platz gefestigt

Mit diesem Sieg festigt der VfB Stuttgart den vierten Platz in der Bundesliga und damit einen direkten Champions-League-Platz. Der Abstand zu RB Leipzig beträgt nun drei Punkte, was die Ausgangslage für die verbleibenden Spieltage deutlich verbessert.

Die erste Halbzeit verlief chancenarm und auf hohem technischen Niveau, aber ohne nennenswerte Torgelegenheiten. Selbst der VAR hatte keine Eingriffsnotwendigkeit. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel dynamischer, blieb aber weiterhin von großer Disziplin beider Defensiven geprägt.

DFB-Auswahl im Fokus

Das Spiel war auch unter dem Aspekt der anstehenden WM-Nominierungen von Bedeutung. Bundestrainer Julian Nagelsmann wird am Donnerstag seinen Kader für die März-Länderspiele bekanntgeben, der inoffiziell als Vorauswahl für die WM gilt.

Auf dem Platz standen mehrere DFB-Anwärter beider Vereine:

  • Für den VfB Stuttgart: David Raum, Ridle Baku, Alexander Nübel, Deniz Undav, Jamie Leveling, Angelo Stiller und Chris Führich
  • Für RB Leipzig: Benjamin Henrichs und Brajan Gruda (letzterer zunächst auf der Bank)

Die Leistung von Deniz Undav dürfte seine Chancen auf eine WM-Nominierung weiter verbessert haben. Der Stürmer reagiert zunehmend genervt auf anhaltende Zweifel an seiner Nominierungswürdigkeit.

Innovation Matchday mit technischen Highlights

Der VfB Stuttgart hatte diesen Spieltag zum „VfB Innovation Matchday“ ausgerufen und präsentierte verschiedene technische Neuerungen. Ein Roboter in Vereinsfarben fuhr vor der Partie im Innenraum herum, und DAZN testete neue Übertragungsformate.

Kritisch wurde die Live-Zuschaltung von VfB-Vorstandschef Alexander Wehrle während des Spiels aufgenommen, bei der den Zuschauern intime Details wie seine „schwitzigen Hände“ während der Spiele mitgeteilt wurden.

Ligaweite Torarmut

Das Spiel passte sich in eine ligaweite Tendenz dieses Spieltags ein: Insgesamt fielen nur 15 Tore, was für Bundesliga-Verhältnisse außergewöhnlich niedrig ist. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Attraktivität der Liga auf, besonders im internationalen Vergleich.

Die Geduld internationaler Zuschauer, die beispielsweise Werder Bremen gegen Mainz oder Freiburg gegen Union Berlin verfolgen, könnte bei solch torarmen Begegnungen auf eine harte Probe gestellt werden.

Verfolgerduell ohne klaren Verfolgten

Interessant ist die Bezeichnung als „Verfolgerduell“: Wen verfolgen der Vierte und Fünfte eigentlich? Die Bayern München mit ihrem 17-Punkte-Vorsprung scheinen außer Reichweite. Die Liga experimentiert zwar mit Maßnahmen zur Chancengleichheit, doch diese befinden sich erst in der Pilotphase.

Für den VfB Stuttgart ist der Sieg dennoch ein wichtiger Schritt Richtung Champions League, während RB Leipzig den Anschluss an die Spitzengruppe vorerst verpasst hat.

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