Thioune genervt von Tauben-Diskussion: „Das ist eine Sache für TikTok“
Thioune genervt von Tauben-Diskussion: „TikTok-Thema“

Thioune genervt von Tauben-Diskussion: „Das ist eine Sache für TikTok“

Es war das ungewöhnlichste Thema des Bundesliga-Spieltags: Eine Taube, die möglicherweise entscheidende Punkte für Werder Bremen im Spiel gegen Mainz 05 (0:2) kostete. Vor dem Führungstreffer durch Paul Nebel wirkte Bremens Marco Grüll durch den Vogel kurzzeitig abgelenkt und konnte den Laufweg von Vorlagengeber Phillipp Mwene nicht rechtzeitig verfolgen. Dieses ungewöhnliche Szenario dominierte die Nachspielanalyse – und sorgte für genervte Reaktionen von Werder-Trainer Daniel Thioune.

„Hat nichts mit der Taube zu tun“

„Auch wenn die Presse eine Tauben-Geschichte daraus macht, hatte es damit nichts zu tun“, erklärte der 51-jährige Trainer deutlich. „Es vergingen vielleicht zehn Sekunden zwischen dem Vorfall und dem Tor. Wir haben in dem Moment nicht richtig übergeben und zugeordnet. Das mit der Taube ist eher eine Sache für TikTok.“ Thioune zeigte sich sichtlich genervt von dem medialen „Tauben-Theater“, das nach seiner Ansicht von den eigentlichen sportlichen Problemen ablenkt.

Taktische Fehler statt tierischer Ablenkung

Statt die Schuld bei einem Vogel zu suchen, kritisierte Thioune die Positionierung seiner Mannschaft in der entscheidenden Spielsituation. „Wir haben uns für einen weiten Einwurf positioniert, das war aber gar nicht möglich, weil der Mainzer Posch hinten geblieben ist. Das hätten die Jungs erkennen müssen. Dadurch kommt Marco Grüll erst in die Situation“, analysierte der Werder-Coach präzise.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Damit war das Tauben-Thema für Thioune endgültig abgehakt. Sein gesamter Fokus liegt nun auf dem kommenden Abstiegskracher in Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr, Sky). „Wir müssen uns im letzten und ersten Drittel verbessern, unsere Qualität vor dem Tor erhöhen. Ich dachte, wir seien da schon weiter. Deshalb wird es die kommenden Tage brutale Detailarbeit geben“, kündigte Thioune an.

Keine Ausreden für Werder

Die ungewöhnliche Tauben-Episode – fotografisch von verschiedenen Medien festgehalten – bleibt damit eine kurioses Fußball-Anekdote, aber keine Ausrede für die Bremer. Thioune macht deutlich, dass seine Mannschaft selbst für ihre Fehler verantwortlich ist und nicht äußere Umstände wie tierische Stadionbesucher. In der heißen Phase des Abstiegskampfs zählt für Werder nur die sportliche Leistung, nicht die mediale Aufbereitung ungewöhnlicher Spielszenen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration