Vor Bayern-Duell: Thioune formuliert Bremer 'Bäcker'-Ziel für Stimmungsaufschwung
Trainer Daniel Thioune steht vor seinem ersten Heimspiel als Cheftrainer von Werder Bremen und hat ein ungewöhnliches, aber ambitioniertes Ziel formuliert. Gegen den FC Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gehe es nur mit der besten Version von sich selbst, betonte der 51-Jährige in seiner Pressekonferenz am Freitag. Thioune will die Fans des Traditionsclubs mit harter Arbeit und voller Leidenschaft neu begeistern, nachdem die Mannschaft in den letzten Wochen enttäuscht hatte.
Das 'Bäcker'-Ziel als Symbol für Stadttimmung
„Es ist mein Ziel, vielleicht in ein paar Wochen zum Bäcker zu gehen und dann zu hören, dass die letzten Wochen auch sehr erfolgreich waren und dass es allen wieder ein Stück weit besser geht und auch gut gefällt. Das ist mein Ziel, das ist das Ziel der Mannschaft“, erklärte Thioune auf die Frage, wie er die aktuelle Stimmung in Bremen wahrnimmt. Diese metaphorische Aussage unterstreicht seinen Wunsch, nicht nur sportliche Erfolge zu erzielen, sondern auch die positive Grundstimmung in der Hansestadt wiederherzustellen.
Zuletzt sei die Leistung der Mannschaft nicht die beste Performance gewesen, räumte der neue Werder-Trainer ein. Nach elf Spielen ohne Sieg sind die Bremer auf den Relegationsrang abgerutscht, was die Dringlichkeit der kommenden Aufgaben unterstreicht. „Aber wir haben die Chance, auch morgen wieder bei 0:0 vieles besser zu machen und den Leuten einfach wieder ein gutes Gefühl zu geben“, so Thioune weiter.
Nord-Süd-Klassiker mit klaren Kontrasten
Das Duell am Samstag stellt einen deutlichen Kontrast dar: Auf der einen Seite der FC Bayern München, der aktuelle Titelverteidiger und souveräne Tabellenführer der Bundesliga. Auf der anderen Seite Werder Bremen, die seit knapp 20 Jahren kein Heimspiel gegen die Münchner gewonnen haben und dringend einen Aufwärtstrend benötigen. Trotz dieser Ungleichheit fordert Thioune in seinem zweiten Spiel als Werder-Coach – nach einer 0:1-Niederlage in Freiburg – maximalen Einsatz von seiner Mannschaft.
„Die Kapelle aufzuhalten – da kommt was auf uns zu“, sagte Thioune und verwies auf die Herausforderung, gegen die Bayern zu bestehen. Als Vorbild nannte er den Hamburger SV, der vor zwei Wochen ein 2:2-Unentschieden in seinem Heimspiel gegen München erreicht hatte. „Wenn man die Chance hat, gegen die Bayern zu spielen, sollte man die beste Version von sich selbst sein“, betonte der Trainer.
Chance statt Bedrohung in entscheidenden Wochen
Die kommenden Wochen sind für Werder Bremen von entscheidender Bedeutung, mit vier direkten Duellen gegen unmittelbare Tabellennachbarn. Thioune bezeichnete diese Phase als keine Bedrohung, sondern eine Chance. „Allen muss klar sein, dass es um eine Menge geht“, mahnte er. Man dürfe vor den anstehenden Aufgaben nichts abschätzen oder unterschätzen, sondern müsse jede Gelegenheit nutzen, um die sportliche Situation zu verbessern.
Der Trainer betonte die Notwendigkeit, konzentriert und mit vollem Einsatz in jedes Spiel zu gehen, um die negative Serie zu durchbrechen und die Fans zurückzugewinnen. Sein 'Bäcker'-Ziel symbolisiert dabei den Wunsch nach einem spürbaren Stimmungsaufschwung, der über den Fußballplatz hinaus in der gesamten Stadt wahrnehmbar sein soll.



