Timo Bolls Oscar-Traum geplatzt: 'Marty Supreme' geht bei Academy Awards leer aus
Timo Bolls Oscar-Traum geplatzt: Film 'Marty Supreme' leer ausgegangen

Timo Bolls Oscar-Traum geplatzt: 'Marty Supreme' geht bei Academy Awards leer aus

Mit einer gehörigen Portion Selbstironie hat das deutsche Tischtennis-Idol Timo Boll auf das enttäuschende Abschneiden des Films "Marty Supreme" bei den Academy Awards in Los Angeles reagiert. Der fast 150 Millionen US-Dollar teure Blockbuster, in dem Boll einen kurzen Auftritt als tschechoslowakischer Tischtennisspieler hatte, war in insgesamt neun Kategorien für einen Oscar nominiert - ging bei der feierlichen Verleihung jedoch vollkommen leer aus.

"Meine Oscar-Hoffnungen sind für immer gestorben"

"Meine Oscar-Hoffnungen sind damit, glaube ich, für immer gestorben", sagte der 45-jährige Gelegenheitsschauspieler dem SID mit einem Augenzwinkern. "Ich hätte mir natürlich gerne den Spaß gemacht, mich auch Oscar-Preisträger zu nennen." Trotz der Enttäuschung zeigte sich Boll solidarisch mit dem gesamten Filmteam und betonte, wie viel Herzblut in die Produktion geflossen sei.

Der EM-Rekordsieger und frühere Weltranglistenerste hatte in dem Film des tischtennisbegeisterten Regisseurs Josh Safdie einen Nebendarsteller gespielt, der in Anlehnung an das Leben des US-Tischtennisasses Marty Reisman aus den 1950er Jahren einen Gegner der Hauptfigur darstellte. Hollywood-Star Timothée Chalamet übernahm in dem Werk die Titelrolle.

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Nur wenige Sekunden auf der Kinoleinwand

Sein Hollywood-Debüt beschränkte sich dabei auf einen äußerst kurzen Auftritt: "Von den fünf Ballwechseln, die wir gedreht haben, kommt nur einer im Film vor. Ich sage auch einen kurzen Satz", beschrieb Boll den Umfang seiner Rolle in einem früheren Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Dennoch zeigte sich der gebürtige Odenwälder dankbar für die Erfahrung: "Dafür, das alles mal gesehen und erlebt zu haben und im Abspann genannt zu werden, hat es sich schon gelohnt."

Monate nach Abschluss der Dreharbeiten identifiziert sich Boll weiterhin stark mit dem gesamten Cast und der Crew hinter den Kameras. "Das Team ist jetzt nach neun Nominierungen bestimmt ein bisschen enttäuscht", sagte er nach einer "etwas längeren Nacht" der Oscar-Verleihung. "Ich habe natürlich mitgefiebert, aber weniger wegen mir, sondern weil ich am Set immer gespürt habe, wie viel Herzblut und Arbeit da hineingeflossen sind. Ein Oscar wäre natürlich die Krönung gewesen."

Solidarität mit dem Filmteam

Obwohl sein eigener Beitrag zum Film überschaubar war, betonte Boll die emotionale Verbundenheit mit dem Projekt. Der Sportler, der in seiner Karriere zahlreiche Titel gewonnen hat, zeigte sich beeindruckt von der Professionalität und dem Engagement aller Beteiligten. Seine Reaktion auf die Oscar-Nullnummer war geprägt von Respekt für die geleistete Arbeit und einem Schuss typisch deutscher Bescheidenheit.

Der Film "Marty Supreme" erzählt die Geschichte des US-amerikanischen Tischtennis-Pioniers Marty Reisman und hatte trotz der hohen Erwartungen und neun Nominierungen bei den Academy Awards keinen Erfolg. Für Timo Boll bleibt dennoch die Erinnerung an ein besonderes Erlebnis abseits des Tischtennistisches - auch wenn der ersehnte Oscar nun wohl für immer ein Traum bleiben wird.

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