Harte Abrechnung nach Torwart-Debakel: Schmeichel sagt, Tudor hat Kinskýs Karriere ruiniert
Torwart-Demütigung: Schmeichel kritisiert Tudor scharf

Harte Abrechnung nach Torwart-Demütigung: „Er hat seine Karriere komplett ruiniert“

Antonín Kinský (22) kam in dieser Saison bei Tottenham Hotspur vor dem Champions-League-Spiel gegen Atlético Madrid nur zweimal im Ligapokal zum Einsatz. Doch diesen Horror-Abend in Madrid wird der tschechische Torwart wohl niemals vergessen!

Tottenham geht am Dienstagabend in der Königsklasse mit 2:5 bei Atlético Madrid unter. Vor allem Kinský erlebt ein im negativsten Sinne denkwürdiges Spiel, das bereits nach 17 Minuten für ihn endet.

Zwei fatale Fehler in 14 Minuten

Kurz vor dem Gegentor zum 0:1 durch Marcos Llorente in der 6. Minute rutscht der tschechische Schlussmann aus und spielt dadurch einen furchtbaren Fehlpass, der direkt zum Gegentor führt. Und es kommt noch schlimmer: Beim 0:3 durch Julian Alvarez in der 15. Minute erwischt Kinský nach einem Rückpass den Ball nicht richtig – und spielt die Kugel direkt vor die Füße des Argentinien-Weltmeisters, der das Spielgerät nur noch über die Linie drücken muss.

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Tudors umstrittene Entscheidung

Tottenham-Trainer Igor Tudor (47) hatte den völlig unerfahrenen Kinský überraschend erstmals in der Champions League anstelle von Stammtorwart Vicario (29) aufgestellt. Doch nach dem 0:3 zieht der kroatische Trainer die Konsequenzen und korrigiert seinen Fehler – Vicario kommt für Kinský bereits in der 17. Minute rein.

Schmeichels vernichtende Analyse

Nach dem Spiel kommentieren zahlreiche Experten diese außergewöhnliche Situation. Torwart-Legende Peter Schmeichel (62) beim US-Sender CBS über Tudor und Kinský: „Er wechselt ihn aus. Das wird Auswirkungen auf den Rest seiner Karriere haben. An diesen Moment wird sich jeder im Fußball für immer erinnern, sobald er seinen Namen hört.“

Der ehemalige Manchester-United-Star fährt fort: „Du triffst deine Entscheidung als Trainer. Es gab keine Möglichkeit, dass das Team nach dem 0:3 zurückkommt. Du musst an ihm festhalten – mindestens bis zur Halbzeit. Er hat seine Karriere komplett ruiniert. Das wird einiges brauchen, um darüber hinwegzukommen.“

Mitleid und Kritik von Kollegen

Auch der langjährige englische Nationaltorwart Joe Hart analysiert bei „Sky Sports“ die Geschehnisse um Kinský: „Ich habe versucht, mir einen Reim darauf zu machen, und mein generelles Gefühl ist, dass mir das Herz absolut für den Jungen gebrochen ist.“

Hart kritisiert insbesondere Tudors Kommunikation: „Ich habe es schon vor dem Spiel gesagt: Tudor hatte die Gelegenheit, uns zu erklären, warum er ihn ins Tor gestellt hat – und er hat nichts dazu gesagt. Hat er heute Abend eine echte Chance bekommen? Sollte er nur für ein Spiel die Handschuhe tragen?“

Als Co-Kommentator für die BBC bezeichnet der frühere Tottenham-Torhüter Paul Robinson Tudors Entscheidung, Kinský auszuwechseln, als „selbstvertrauenszerstörend“ und fügt hinzu: „So etwas habe ich auf einem Fußballplatz noch nie gesehen.“

Unterstützung von Torwart-Kollegen

Ex-Manchester-United-Torwart David De Gea (35, jetzt bei AC Florenz) schreibt auf seinem X-Account: „Niemand, der nicht selbst Torhüter war, kann verstehen, wie schwierig es ist, auf dieser Position zu spielen. Kopf hoch – du wirst zurückkommen.“

Tudors Rechtfertigung

Der Tottenham-Trainer Tudor verteidigt nach dem Spiel seine Entscheidung, Kinský zunächst einzusetzen und später auszuwechseln. Er sagt: „In meinen 15 Jahren als Trainer habe ich so etwas noch nie gemacht. Es war notwendig, den Spieler zu schützen, die Mannschaft zu schützen.“

Und weiter: „Eine unglaubliche Situation, dazu gibt es nichts zu sagen. Es war vor dem Spiel die richtige Entscheidung, so zu handeln, in dem Moment, in dem wir uns befinden. Ich habe Toni erklärt, auch im Gespräch danach, dass er der richtige Mann und ein guter Torhüter ist. Leider sind diese Fehler in diesem großen Spiel passiert.“

Die Diskussion über diese ungewöhnliche Torwart-Auswechslung und ihre möglichen langfristigen Folgen für die Karriere des jungen Antonín Kinský wird in der Fußballwelt sicherlich noch einige Zeit andauern.

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