Trainerwechsel ohne Wirkung: Preußen Münster stürzt nach Niederlage auf Tabellenletzten Platz
Trainerwechsel verpufft: Preußen Münster wird Tabellenschlusslicht

Trainerwechsel ohne Wirkung: Preußen Münster stürzt nach Niederlage auf Tabellenletzten Platz

Das Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga am 27. Spieltag hat eine klare Entscheidung gebracht: Preußen Münster verlor gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:3 und muss nun als neues Schlusslicht mehr denn je um den Klassenerhalt bangen. Der bisherige Tabellenletzte aus Magdeburg überholte Münster dank eines Doppelpackers von Mateusz Zukowski und verschärfte damit die Krise bei den Preußen erheblich.

Zukowski entscheidet das Spiel mit zwei Toren

Mateusz Zukowski traf zunächst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit per Foulelfmeter zum 1:0 (45.+2). In der 72. Minute legte der polnische Spieler nach und erhöhte auf 2:0. Für Münster gelang Etienne Amenyido in der 80. Minute zwar der Anschlusstreffer, doch Richmond Tachie sorgte in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte mit dem 3:1 (90.+5) für die endgültige Entscheidung.

Die Gäste aus Magdeburg hatten aus den vorherigen fünf Begegnungen nur einen Punkt geholt und kamen als Tabellenletzter nach Münster. Dennoch zeigten sie die bessere Effizienz und nutzten ihre Chancen konsequent. „Wir brauchen uns nicht in die Tasche lügen – es war ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagte Magdeburgs Baris Atik nach dem Spiel gegenüber Sky.

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Interimstrainer Schulze-Marmeling kann keine Wende einleiten

Bei Preußen Münster war die Mannschaft von Interimscoach Kieran Schulze-Marmeling betreut worden. Die Verantwortlichen hatten am Montag die Trennung von Trainer Alexander Ende verkündet, nachdem Münster am Tag zuvor bei Dynamo Dresden mit 0:6 deutlich unterlegen gewesen war. Schulze-Marmeling, der bereits am Ende der vergangenen Saison eingesprungen war, konnte jedoch keine Wende einleiten.

„Die Jungs mussten schon ein bisschen was mitmachen. Dann bekommst du diesen Schockmoment vor der Pause. Es ist schwierig, damit umzugehen“, erklärte der Interimstrainer nach der dritten Niederlage in Folge. „Der zweite Rückstand war zu viel.“

Spielverlauf mit wenigen Höhepunkten

In den ersten 20 Minuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Magdeburg hatte zwar ein Übergewicht beim Ballbesitz, doch richtig gefährlich wurde es vor keinem der beiden Tore. Erst in der 36. Minute verbuchte Baris Atik die erste echte Gelegenheit für Magdeburg. Kurz darauf wurde ein vermeintlicher Treffer von Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt (41.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verwalteten die Gäste aus Magdeburg ihre Führung komfortabel. Von Münster kam lange Zeit nicht viel, auch nach 70 Minuten hatten sich die Preußen keine nennenswerte Chance erarbeitet. Erst nach dem 2:0 durch Zukowski fand Münster kurzzeitig zurück ins Spiel, doch das 3:1 durch Tachie machte alle Hoffnungen zunichte.

Die Niederlage bedeutet für Preußen Münster einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Mit nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen und dem neuen Status als Tabellenschlusslicht wird die Situation immer prekärer. Für den 1. FC Magdeburg hingegen könnte dieser Sieg ein wichtiger Schritt im Abstiegskampf sein.

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