Türkei qualifiziert sich für WM - Fodas Kosovo und Lewandowski scheitern knapp
Türkei bei WM dabei - Kosovo und Lewandowski draußen

Türkei feiert historische WM-Qualifikation nach 24 Jahren

Der deutsche Trainer Franco Foda und der polnische Starstürmer Robert Lewandowski werden die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer verpassen. Fodas Außenseiter Kosovo unterlag am Dienstagabend in einer hitzigen und emotionalen Partie mit 0:1 gegen die Türkei und verpasste damit knapp die sensationelle erste WM-Teilnahme der jungen Nation. Das entscheidende Tor erzielte Kerem Aktürkoglu in der 53. Spielminute.

Polen scheitert in spektakulärem Duell gegen Schweden

Ebenfalls nicht beim XXL-Turnier in Nordamerika dabei sein wird Robert Lewandowski. Seine polnische Nationalmannschaft verlor mit 2:3 gegen Schweden in einem atemberaubenden Playoff-Spiel. Die Schweden setzten sich dank Toren von Anthony Elanga (20.), Gustaf Lagerbielke (44.) und dem entscheidenden Treffer von Viktor Gyökeres (88.) durch. Für Polen trafen Nicola Zalewski (33.) und Karol Swiderski (55.). Der 37-jährige Lewandowski hat damit möglicherweise seine letzte Chance auf eine WM-Teilnahme verspielt.

Türkei schreibt Geschichte

Für die Türkei bedeutet die Qualifikation einen historischen Erfolg. Es ist erst die dritte WM-Teilnahme des Landes nach 1954 und 2002 – und die erste seit 24 Jahren. In der WM-Gruppe D treffen die Türken auf Gastgeber USA, Australien und Paraguay. „Dieser Sieg ist ein Meilenstein für den türkischen Fußball“, kommentierten Experten nach dem Spiel.

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Kosovo verpasst Sensation knapp

Der Kosovo unter Trainer Franco Foda zeigte eine bemerkenswerte Leistung und erspielte sich zahlreiche Chancen, konnte den großen Aufwand aber nicht belohnen. Nur fünf Tage nach dem spektakulären 4:3-Sieg in der Slowakei fehlte diesmal der letzte Schliff. Fisnik Asllani von der TSG Hoffenheim und seine Mitspieler gaben alles, mussten sich aber der taktisch klugen Türkei geschlagen geben.

Schweden setzt sich durch

Schweden qualifizierte sich ebenfalls für die WM und trifft in Gruppe F auf die Niederlande, Japan und Tunesien. Besonders hervorzuheben ist Viktor Gyökeres, der bereits im Halbfinale drei Tore erzielt hatte und nun mit dem entscheidenden Treffer gegen Polen zum Matchwinner wurde. Vor vier Jahren hatte Polen im Playoff noch die Oberhand behalten – diesmal drehten die Schweden den Spieß um.

Deutsche Nationalmannschaft mit positiver Bilanz

Während die Playoff-Spiele liefen, blickt die deutsche Nationalmannschaft auf ein erfolgreiches März-Testspielfenster zurück. Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann gelangen zwei Siege: ein spektakuläres 4:3 in der Schweiz und ein 2:1-Heimsieg gegen Ghana. Deutschland trifft in WM-Gruppe E auf Ecuador, die Elfenbeinküste und WM-Debütant Curaçao.

Weitere Qualifikationsspiele stehen an

Mit der Türkei und Schweden stehen nun 44 von 48 WM-Teilnehmern fest. Zwei weitere Plätze werden in den interkontinentalen Playoffs in Mexiko vergeben. Jamaika trifft am Dienstagabend auf die Demokratische Republik Kongo, während der Irak am Mittwochmorgen gegen Bolivien antritt. Das Turnier findet vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Mexiko und Kanada statt und wird mit 48 Nationen das größte WM-Turnier aller Zeiten.

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